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Griechenland

28.11.2018

Lange Haftstrafe für Putzfrau empört Griechen

Wegen Urkundenfälschung ist eine Putzfrau in Griechenland zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Sie hatte ihr Grundschulzeugnis gefälscht, um einen Job zu bekommen.

In Griechenland ist eine Putzfrau wegen Urkundenfälschung zu 15 Jahren Haft verurteilt worden - sie hatte vor vielen Jahren ihr Grundschulzeugnis gefälscht, um bei einem staatlichen Kindergarten eine Stelle als Reinigungskraft zu erhalten. Nachdem der Fall in der Bevölkerung für große Empörung gesorgt hat, kam die 53 Jahre alte Frau nun am Mittwoch vorerst auf freien Fuß: Der oberste griechische Gerichtshof (Areopag) wolle sich die Akten erneut vornehmen, berichteten griechische Medien.

Die 53-Jährige hatte nur fünf von sechs Pflichtjahren der Grundschule absolviert

Die 53 Jahre alte Frau hatte demnach nur fünf anstatt der sechs Pflichtjahre Grundschule absolviert. Sechs Jahre wären Voraussetzung für die Stelle als Putzfrau gewesen. Vor Gericht gab sie an, sich in einer verzweifelten Lage befunden zu haben, weil sie zwei Kinder und ihren behinderten Mann zu versorgen gehabt habe. Sie arbeitete in der Folge fast 20 Jahre unbeanstandet für den Kindergarten. 

Kritik hagelte es nicht nur wegen der überaus hohen Haftstrafe, sondern auch deshalb, weil erst vor kurzem auf Kreta eine Frau wegen eines gefälschten Hochschuldiploms angeklagt war, die anschließend nicht nur auf freien Fuß kam, sondern sogar wieder auf ihre staatliche Stelle zurückkehren durfte. (dpa)

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