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London
22.11.2016

400.000 Euro für einen Dodo: Vogel-Skelett in Großbritannien versteigert

Er konnte nicht fliegen und keiner weiß so genau, wie er wirklich aussah - der Dodo. Das Skelett eines vor 300 Jahren ausgestorbenen Urzeitvogels ist in England versteigert worden.

Bei der weltweit ersten Versteigerung eines nahezu kompletten Skeletts eines Dodos hat ein privater Käufer in Großbritannien das Knochengerüst für 346.300 Pfund (rund 400.000 Euro) erworben.

Der Verkaufspreis inklusive Provision war zuvor auf über eine halbe Million Pfund (586.000 Euro) geschätzt worden. Es handelt sich um die Knochen einer seit über 300 Jahren ausgestorbenen, flugunfähigen Vogelart, die auf Mauritius heimisch war.

Ein Sammler setzte das Skelett zusammen

Das Auktionshaus "Summers Place Auctions" in der Grafschaft Sussex südwestlich von London hatte das rund 60 Zentimeter hohe Skelett am Dienstag unter den Hammer gebracht. Es stammt aus der Hand eines privaten Sammlers, der über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren Skelettbestandteile von Dodos gesammelt hatte. Schließlich konnte der Mann den Vogel zu 95 Prozent rekonstruieren, hieß es. Lediglich einige Krallen und ein Teil des Schädels mussten dafür aus Ton nachgebildet werden.  

Nach Angaben des Auktionhauses gibt es weltweit lediglich zwölf annähernd komplette Dodo-Skelette, das letzte Exemplar sei 1914 verkauft worden. "Es ist extrem selten, dass man die Möglichkeit hat, eine solche Ikone ausgestorbener Tiere zu erwerben", sagte Kurator Errol Fuller. Zudem sei es äußerst unwahrscheinlich, dass sich ein derartiger Verkauf wiederhole - nicht zuletzt, weil die Regierung von Mauritius den Export von Dodo-Knochen verboten habe. dpa

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