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Loveparade-Unglück 2010
06.12.2018

Loveparade-Gutachter: Das Unglück hätte verhindert werden können

Tausende Menschen drängen sich in und vor dem Tunnel, in dem sich eine Massenpanik ereignete.
Foto: Erik Wiffers (dpa)

Das Loveparade-Unglück 2010 mit 21 Toten hätte in der Planungsphase verhindert werden können. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gerichtsgutachter.

Das Loveparade-Unglück 2010 mit 21 Toten hätte nach Ansicht eines Gutachters in der Planungsphase verhindert werden können. "Im Rahmen des Planungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesses gab es mehrere Anhaltspunkte, um die Nichteignung des Veranstaltungsgeländes für die erwarteten Besuchermengen feststellen zu können", stellt der Gerichtsgutachter Prof. Jürgen Gerlach im Loveparade-Strafprozess in einer Untersuchung abschließend fest. Eine fünfseitige "Zusammenfassung von vorläufigen Erkenntnissen und Ausblick" lag der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag im Wortlaut vor.

Gutachter: Loveparade-Unglück 2010 hätte verhindert werden können

Wären anerkannte Regeln der Technik angewendet worden, hätte dies zur Erkenntnis geführt, dass insbesondere die Vereinzelungsanlagen an den Einlassstellen für die erwarteten Besuchermengen nicht ausreichten, schreibt Gerlach. Auch am Veranstaltungstag selbst hätte es noch Möglichkeiten gegeben, die tragischen Ereignisse zu verhindern.

Massive Planungsfehler sollen die Katastrophe mit 21 Toten verursacht haben.
Foto: Roland Weihrauch, dpa (Archiv)

Gerlach hatte den dritten und abschließenden Teil seines vorläufigen schriftlichen Gutachtens am Mittwochabend an das Gericht übergeben. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden. Angeklagt sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters Lopavent. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor. Der Strafprozess läuft am 8. Dezember seit genau einem Jahr. (dpa)

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