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MS804
19.05.2016

Airbus von Egypt Air auf dem Weg nach Kairo abgestürzt

Eine Maschine der EgyptAir auf dem Flughafen von Kairo.
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Eine Maschine der EgyptAir auf dem Flughafen von Kairo.
Foto: Khaled Elfiqi (dpa)

Der vermisste ägyptische Airbus ist vermutlich abgestürzt, so das Luftfahrministerium in Kairo. Die Absturzursache sei noch völlig unklar.

Unter den Insassen seien unter anderem 30 ägyptische und 15 französische Passagiere gewesen, wie Egyptair mitteilte. Deutsche waren demnach nicht gelistet. Familienangehörige der Passagiere werden von französischer Seite kontaktiert. Zudem sei die Notrufnummer +33 1 48 64 59 59 eingerichtet worden, sagte ein Sprecher des Flughafens Charles de Gaulle.

Der Airbus A320 mit der Flugnummer MS804 sei am späten Mittwochabend in der französischen Hauptstadt gestartet. Die Hintergründe des Verschwindens sind noch unklar.

Der Kontakt zur Maschine riss laut Egyptair um 2.45 Uhr am Morgen ab. Der Airbus habe sich auf einer Höhe von mehr als 11 000 Metern befunden und war gerade erst etwa 16 Kilometer in den ägyptischen Luftraum vorgedrungen.

Ägyptische Rettungskräfte sind am Ort angekommen, an dem die Passagiermaschine vom Radar verschwunden war, teilte Egyptair auf Twitter mit. Auf der Internetseite Flightradar24 ist die Flugroute bis zum Abbruch der Kommunikation nachgezeichnet. Diese endet abrupt über dem Mittelmeer zwischen Kreta, Zypern und dem ägyptischen Festland. Auch ein Flugzeug der griechischen Luftwaffe nimmt an der Suche teil.

Nach Angaben des zuständigen Ministeriums brach der ägyptische Luftfahrminister Scherif Fathi am Donnerstag einen Besuch in Saudi-Arabien ab und machte sich auf den Weg nach Kairo.

In den vergangenen Monaten gab es im Zusammenhang mit Ägypten mehrere aufsehenerregende Vorfälle im Flugverkehr. Erst Ende März entführte ein Mann mit der Attrappe eines Sprengstoffgürtels eine Egyptair-Maschine nach Zypern. Niemand wurde verletzt. Ende Oktober war ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt, nachdem an Bord eine Bombe explodiert war. Zu der Tat, bei der 224 Menschen getötet wurden, hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. (dpa)

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