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Großbritannien

15.11.2018

Mann stirbt nach Katzenbiss an Tollwut

Katzenbisse sollten gerade im Ausland sofort ärztlich behandelt werden.
Bild: Franziska Gabbert/dpa-tmn

Eine Tollwut-Infektion durch eine Katze führte bei einem Briten zum Tod. Diese wurde scheinbar zu spät behandelt.

Die Tollwut-Infektionen scheinen in unserer Gesellschaft selten geworden zu sein. Dennoch ist die Gefahr noch immer präsent.

Bereits vor mehreren Wochen soll sich der Brite durch einen Katzenbiss mit Tollwut infiziert haben. Diese blieb jedoch einen längere Zeit unbehandelt, weshalb die Erkrankung letztendlich zum Tod führte. "In diesem Fall ist nicht schnell genug geimpft worden.", stellt der Londoner Professor Jimmy Whitworth fest, der an einer Schule für Hygiene und Tropenmedizin tätig ist. Auch Gesundheitsbehörden rufen immer wieder dazu auf, sich bei einer Auslandsreise an die Impf-Empfehlungen zu halten. Dies hatte der Brite jedoch nicht berücktsichtigt. 

Tollwut-Infektion: Eine Behandlung muss sofort erfolgen

In der Regel sollte immer sofort nach einer möglichen Infektion ein Arzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen treten die Symptome einer Erkrankung erst nach zwei bis drei Monaten auf. Diese können sich aber auch bereits nach einer Woche zeigen, weshalb man sich nach dem Biss eines möglicherweise infizierten Tieres direkt in ärztliche Behandlung begeben sollte, betonte Whitworth. Da das Tollwut-Virus direkt das Gehirn angreift und eine vollständige Lähmung sowie den anschließenden Tod herbeiführt, ist es immens wichtig, eine Impfung vor den ersten Anzeichen einer Infektion durchzuführen, um bleibende Schäden zu vermeiden.

Sechs bestätigte Tollwut-Fälle in Großbritannien seit 2000

Seit der Jahrtausendwende wurden in Großbritannien sechs weitere Tollwutfälle registriert. Nur einer dieser sechs infizierte sich im eigenen Land. Er wurde im Jahr 2002 in Schottland mehrfach von einer infizierten Fledermaus gebissen. In allen anderen Fällen fand die Infektion während eines Auslandsaufenthaltes statt, was die Wichtigkeit der Berücksichtigung von Impf-Empfehlungen für andere Länder bestätigt. (AFP)

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