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Schauspielerin

14.08.2019

Margot Robbie ist Hollywoods "heißeste Blondine"

Derzeit ist Margot Robbie in Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“ zu sehen.
Bild: Jordan Strauss/Invision/AP, dpa

Königin, Superheldin, tobende Ehegattin – Margot Robbie macht sich jede Rolle zu eigen. Nun spielt sie für Tarantino ein tragisches Starlet.

Wenn man so will, begann diese Karriere mit einer Ohrfeige. Eine junge Australierin, in Hollywood noch unbekannt, bewarb sich um eine Rolle. Figurenbeschreibung: „Heißeste Blondine der Welt“. So stand es im Drehbuch, nach diesem Typus suchte Martin Scorsese, und der Regisseur fand: Margot Robbie.

Sie kam zum Casting, spielte eine Streitszene – und verpasste ihrem Gegenüber eine echte Ohrfeige. Das Opfer? Leonardo DiCaprio. Robbie ergatterte trotzdem die Rolle an seiner Seite und gab 2013 in „The Wolf of Wall Street“ die kühle Gattin eines aufgekoksten Börsenmaklers. Hollywood horchte auf.

Margot Robbie bricht mit den Rollenerwartungen als Blondine

Seither hat die 29-Jährige die Rollenerwartungen, der sich Blondinen ihres Formats gemeinhin stellen müssen, oft erfüllt – und noch häufiger gebrochen. Als bleiche Königin mit knallroter Perücke in „Mary Queen of Scots“ zum Beispiel, oder als Comic-Heldin in „Suicide Squad“.

Margot Robbie ist Hollywoods "heißeste Blondine"

Ihr Ziel peilte Robbie früh an: Als Mädchen vom Land mit blauen Augen zog sie mit 17 Jahren von der Farm ihrer Familie nach Melbourne. Mit leeren Taschen und der Absicht, Schauspielerin zu werden. Nach dem ersten Erfolg buchte sie ihr Ticket nach Los Angeles. Heute ist sie eine Größe im Geschäft und spielt in Quentin Tarantinos neuntem Film wieder eine „heiße Blondine“, eine Figur aus Hollywoods Vergangenheit: Sharon Tate. Sie war jung und ehrgeizig wie Robbie – doch in Erinnerung bleibt ihr Tod.

Die 1960er-Jahre endeten mit dem Mord an Tate, das sagen viele in L.A., die sich erinnern. Ein leichtes Jahrzehnt, friedensbewegt und drogenberauscht, endete 1969 mit dem Tod eines Talents. Tate war Schauspielerin, Starlet und Roman Polanskis Ehefrau. Sie hatten sich beim Dreh von „Tanz der Vampire“ verliebt, sie lebten ihr Glück zwischen Flower Power und Jetset. Bis Tate der Sekte von Charles Manson zum Opfer fiel.

Der Film „I, Tonya“ brachte Robbie sogar eine Oscar-Nominierung ein

26 Jahre alt und hochschwanger war sie, als Jünger von Manson, einem selbst ernannten Satan, in ihre Villa einbrachen. Sie ermordeten fünf Menschen, Sharon Tate und ihr ungeborenes Kind starben zuletzt. Alles endete. Von diesen letzten Tagen der 60er, von abgehalfterten Leinwandstars und Sternchen mit Ambitionen, handelt Tarantinos „Once Upon a Time in Hollywood“. Margot Robbie spielt Sharon Tate.

Diese Blondinen eint ihr Wille. Rollen und Plots studieren, Bewegungs- und Dialekttraining – Robbie sagt, sie arbeite wie verrückt. Für das Biopic „I, Tonya“ hörte sie täglich Tonaufnahmen der Eiskunstläuferin Tonya Harding, bis sie einschlief. Diesen Film, der ihr eine Oscar-Nominierung einbrachte, hat Robbie selbst produziert.

Mit ihrer Produktionsfirma will sie talentierte Frauen fördern. Das ist die eine Seite ihres Lebens. Die andere: Sie surft, sie liebt Fast Food und Pommes. Popcornkino scheut Robbie nicht: Sie war schon Jane an Tarzans Seite und bald verkörpert sie Barbie in einem Film. Ja, die Puppe. Natürlich blond.

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