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Reformation

06.04.2017

Martin Luther ist erfolgreichste Playmobil-Figur aller Zeiten

So sieht der Playmobil-Luther aus, von dem bereits mehr als 750.000 Exemplare verkauft wurden.
Bild: Playmobil

Martin Luther feiert 500 Jahre nach der Reformation einen Rekord. 750.000 Mal wurde seine Playmobil-Figur verkauft, häufiger als je eine andere Figur des Unternehmens.

Der Reformator fürs Kinderzimmer: Eine Playmobil-Figur von Martin Luther wurde häufiger verkauft als je eine andere Figur des Unternehmens. Dabei vertreibt Playmobil Martin Luther selbst gar nicht. Die Figur ist eine Auftragsarbeit der Nürnberger Tourismuszentrale. Die brachte schon 2015 die ersten Mini-Luthers auf den Markt. Damals dauerte es gerade einmal 72 Stunden, bis die erste Auflage von 34.000 Stück vergriffen war.

Daraus hat die Tourismuszentrale gelernt und bestellt jetzt regelmäßig Figuren nach. Geschäftsführerin Yvonne Coulin sieht diese als „Botschafter für das Reformationsjahr“ – die Reformation jährt sich 2017 zum 500. Mal.  „Jetzt, wo Luther – also nicht der kleine – permanent ein Thema ist, ist die Nachfrage besonders hoch“, sagt Coulin.

750.000 Exemplare wurden bereits verkauft

Stand vergangene Woche: 750.000 verkaufte Exemplare, mehr als jemals zuvor von einer anderen Playmobil-Figur. Zum Teil seien es große Bestellungen, etwa von evangelischen Gemeinden oder Verlagen gewesen. Auch über den Onlineshop der Tourismuszentrale kann man den Mini-Reformator bestellen. Doch die meisten Kunden kauften die Figur in einer der Verkaufsstellen in Nürnberg und anderen Luther-Städten, sagt Coulin. Auch Museumsshops wie etwa auf der Wartburg bieten ihn an.

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Der kleine Luther trägt die typische Mütze, hält einen Federkiel in der einen und eine Bibel mit seiner Übersetzung in der anderen Hand. Eine Änderung zur Figur von 2015 gab es aber bei der Schrift auf seiner Bibel. Auf der linken Seite stand früher „Bücher des Alten Testaments ENDE“. Der jüdische Kolumnist Micha Brumlik kritisierte das als antisemitisch, da das Wort „Ende“ dem Alten Testament die Gültigkeit abspreche. In der Neuauflage fehlt das Wort, um diesen Eindruck nicht zu erwecken.

Albrecht-Dürer-Figur kauften 100.000 Menschen

Martin Luther ist bereits die zweite Playmobil-Figur mit historischem Vorbild, die die Nürnberger Tourismuszentrale vertreibt. Zur Dürer-Ausstellung 2012 entstand ein kleiner Albrecht Dürer, der sogar mit einer Mini-Leinwand im Karton verkauft wird. Etwas mehr als 100.000 Exemplare wurden verkauft.

Einige Medien meldeten, dass der Playmobil-Luther sogar häufiger verkauft wurde als Darth Vader. Das ist zwar richtig - den Star-Wars-Bösewicht gab es allerdings nie als Playmobil-Figur. Denn, anders als Lego, kauft die deutsche Firma normalerweise keine Lizenzen für seine Figuren. Mit „Ghostbusters“ und „Dragons“ kamen in letzter Zeit zwar zwei Ausnahmen hinzu, aber Playmobil setzt auf die Phantasie der Kinder statt auf große Filme. Das sei eben eine andere Herangehensweise, sagt Björn Seeger von dem fränkischen Unternehmen: „Wir wollen freies, kreatives Spielen ermöglichen“, erklärt er.

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