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28.06.2009

Mehr als drei Millionen Gäste bei Kieler Woche

Mehr als drei Millionen Gäste bei Kieler Woche
Bild: DPA

Kiel (dpa) - Mehr als drei Millionen Gäste aus aller Welt haben in diesem Jahr die Kieler Woche besucht. Den Gästen wurde an Land ein Programm mit rund 300 Open-Air-Konzerten auf 19 Bühnen geboten.

Zuschauermagneten waren vor allem Veranstaltungen mit der Kultband Torfrock, Dieter Thomas Kuhn, Lotto King Karl oder Polarkreis 18. Zu den Highlights zählte auch das Classic-Open-Air mit "The Hollies", der Sopranistin Susanne Bernhard und den Kieler Philharmonikern. Rund 60 Kleinkünstler hatten insgesamt rund 300 Auftritte.

Auch auf dem Wasser war die Kieler Woche ein Erfolg: Mehr als 1400 Boote wurden in Schilksee für die Segelwettbewerber angemeldet. "Ich wünsche mir, dass wir einen Teil dieser Energie, mit der die gesamte Stadt jedes Jahr die Kieler Woche feiert, in den Rest des Jahres retten können, dann meistern wir jede Herausforderung", sagte am Sonntag der neue Kieler Oberbürgermeister, Torsten Albig (SPD).

Maritimer Höhepunkt war die Windjammerparade mit knapp 120 Traditionsseglern. Zu den Großseglern gehörte auch das deutsche Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock", das die Parade anführte. Rund 120 000 Zuschauer verfolgen das Schauspiel vom Förde-Ufer aus.

Mehr als drei Millionen Gäste bei Kieler Woche

Zum fünften Mal hatte die Kieler Ratsversammlung am Sonntag zur Kieler Woche den Wissenschaftspreis der Landeshauptstadt verliehen. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung teilen sich der Agrarwissenschaftler Prof. Friedhelm Taube und der Biologe Konstantin Khalturin.

Aus Sicht der Polizei war die Kieler Woche friedlich verlaufen. Insgesamt fuhren die Beamten in den Nächten 1258 Einsätze. Darunter waren auch 62 Kinder und Jugendliche, die stark angetrunken waren.

"Bei all der guten Laune dürfen wir aber nicht vergessen, dass es auch Problemfelder gibt", erklärte Albig. Die Zahl alkoholisierter Kinder und Jugendlicher nannte er "nicht hinnehmbar". Die gemeinsamen Jugendschutzstreifen von Polizei und Sozialarbeitern seien ein wichtiger Schritt: "Hier muss die ganze Gesellschaft auch jenseits der Kieler Woche nach Antworten suchen". Albig kündigte an, sich für eine ganzjährige Ausweitung der Nachsorge von alkoholisierten Kindern und Jugendlichen einzusetzen, die in Kliniken eingeliefert wurden.

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