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Michael Jackson
30.08.2018

"Beat It!"-Musical feiert Premiere in Berlin

Dantanio Goodman verkörpert den erwachsenen Michael Jackson.
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Dantanio Goodman verkörpert den erwachsenen Michael Jackson.
Foto: Jörg Carstensen (dpa)

"Beat It!" feierte zum 60. Geburtstag von Michael Jackson in Berlin Premiere. Die spektakuläre Show um den "King of Pop" scheint aber nicht jedem zu gefallen.

"Beat It!" hat am Mittwoch in Berlin eine spektakuläre Show zu Ehren von Michael Jackson hingelegt. Am 29. August hätte der "King of Pop" Geburtstag gehabt. Zwei Sänger verkörpern die musikalischen Phasen des 2009 gestorbenen Popstars. Und das mit Erfolg: "Unglaublich, fantastisch", sagt der 63-jährige Jermaine Jackson auf der Berliner Premierenbühne. "Ich glaube, das war eine der besten Michael-Shows, die ich je gesehen habe."

Zwei Stunden zurück in der Welt des "King of Pop"

Der Bruder von Michael Jackson hat sich zusammen mit dem Premierenpublikum von "Beat It!" gut zwei Stunden lang in die Welt des "King of Pop" zurückversetzen lassen.

Viel Szenenapplaus zeigt, dass die Zeitmaschine funktioniert: es sind häufig kleine Details oder bekannte Moves, die eine ungebrochene Begeisterung für Michael Jackson beim Publikum abrufen können. Da braucht es nur den Glitzerhandschuh, der aus dem Dunkel eines Koffers auftaucht - oder einige wenige Schritte des von Jackson berühmt gemachten Moonwalk.

Regisseurin Andreana Clemenz und die Choreographen Alex Burgos und Detlef Soost dosieren solche Markenzeichen. Für die 26 ausgewählten Hits von Jackson sind Choreografien "nahe am Original" angekündigt. Die Jackson-Stilistik bleibt damit allgegenwärtig, wird aber nicht zu dick aufgetragen. Den gefeierten Rest erledigen eine ungemein präsente Band aus fünf Live-Musikern, das solide agierende Tanz-Ensemble und gleich zwei Jackson-Darsteller: Koffi Missah als der junge Michael der Jackson Five und Dantanio Goodman in der Rolle des gefeierten "King of Pop".

"Beat It!": Zwei Darsteller verkörpern Michael Jackson

Missah und Goodman widerstehen der Gefahr, eine Kopie des kaum erreichbaren Jackson-Originals zu versuchen. So erinnern sie in Tanzbewegungen und Gesang an die Hauptfigur, bleiben dabei aber bei ihrer Interpretation, ihren Stimmen. Es werden auch frühere Hits der Jackson Five präsentiert, wie "ABC" bis zu Michael Jacksons Mega-Erfolgen "Bad", "Thriller" oder "Black or White".

"Beat It!" ist eine Show. Die Songs sind nur gelegentlich durch etwas hölzerne Szenen verbunden, die Jacksons Leben erzählen sollen: frühe Selbstzweifel, das Ende der Jackson Five, künstlerische Einflüsse auf die Solo-Karriere, unfassbare Erfolge auf der ganzen Welt, verwirrende Eskapaden, schließlich Abkapselung und Isolation.

Wer dabei neue Erkenntnisse und Einsichten sucht, dürfte enttäuscht sein. Dafür gibt es viel sehenswertes Spektakel. Und am Schluss wirkt Jacksons "Heal The World" als letzte Zugabe noch immer: Das Premierenpublikum schwenkt wie beseelt die hoch gereckten Arme.

"Beat It!" verursachte juristischen Ärger

Nach dem bis Anfang September in Berlin währenden Auftakt soll "Beat It!" von Oktober bis Mai auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehen. Zeitgleich wird die Londoner Show "Thriller - Live" im Januar und Februar in Deutschland, Luxemburg und Österreich gezeigt.

Jenseits der Bühnen-Konkurrenz gibt es für "Beat It!" aber juristischen Ärger: Jacksons Nachlassverwalter planen für 2020 ein Musical am New Yorker Broadway und klagen deswegen gegen die nun in Berlin gestartete Show des Passauer Veranstalters COFO. Dessen Geschäftsführer und "Beat It!"-Produzent Oliver Forster gibt sich am Mittwoch nach der Premiere zuversichtlich: "Wir haben ein Zeichen gesetzt. Wir sind da!" (dpa)

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