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Norwegen

09.01.2019

Millionärs-Ehefrau offenbar bereits Ende Oktober entführt

Eine 68-jährige Frau ist in Norwegen mutmaßlich entführt worden. Ihr Mann ist einer der reichsten Männer des Landes. Die Entführer fordern Lösegeld in einer Kryptowährung.

In der Nähe von Oslo ist die Frau eines der reichsten Männer Norwegens mutmaßlich entführt worden. Die 68-Jährige sei bereits Ende Oktober verschwunden, berichteten mehreren norwegische Medien am Mittwoch. Die Polizei sei der Sache bislang im Geheimen nachgegangen. Wie die Tageszeitung "Aftenposten" berichtete, wurde der Fall von Anfang an als Entführung betrachtet. Über eine digitale Plattform sei mit "jemandem am anderen Ende" kommuniziert worden. Für die Freilassung der Frau wurde demnach Lösegeld in einer Kryptowährung gefordert. Nach Angaben der Zeitung Verdens Gang beläuft sich die Summe auf neun Millionen Euro.

Die Polizei wollte am späten Vormittag auf einer Pressekonferenz über den Fall informieren. Sie bestätigte bislang nicht, dass es sich um die Frau eines Investoren handelt. Dieser soll einem Medienbericht zufolge im Laufe von elf Jahren mit Stromverkauf und Immobilien eine Milliarde norwegische Kronen (rund 102 Millionen Euro) verdient haben, davon allein 174 Millionen Kronen (17,8 Millionen Euro) im Jahr 2017.

Es sind bislang keine anderen Entführungsfälle in Norwegen bekannt, bei denen Lösegeld in Kryptowährung gefordert worden ist. International gab es solche Fälle dagegen schon häufiger. (dpa)

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