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Milwaukee
30.06.2015

Papst-Bild aus Kondomen erregt die Gemüter

Die amerikanische Künstlerin Niki Johnson neben dem Porträt des emeritierten Papstes Benedikt XVI.
Foto: Niki Johnson/dpa

Und schon wieder regen sich die Amerikaner auf: 17.000 Kondome sind diesmal Schuld an den Diskussionen. Und Künsterlin Niki Johnson.

Man nehme 17.000 Kondome und fertige ein Porträt des emeritierten Papst Benedikt XVI. an und sorgt so für Aufsehen in den USA. Die Künstlerin Niki Johnson, schenkte das Porträt vor kurzem dem Milwaukee Art Museum im US-Bundesstaat Wisconsin.

Erzbistum Milwaukee hält Kondom-Porträt für "herzlos"

Das Erzbistum Milwaukee kritisierte diese Geste und sieht sie als Beleidigung für den früheren Papst aus Deutschland. Es als Geschenk anzunehmen, sei "herzlos" von dem Museum gewesen. Das Museum aber weise die Kritik zurück, so eine Sprecherin. Die Künstlerin habe mit dem Werk auf kondomfeindliche Kommentare von Benedikt reagiert und zur Diskussion anregen wollen.

"Unsere Hoffnung ist, dass das Werk nicht nur eine Kontroverse mit sich bringt, sondern auch Raum für Gespräche", sagte Museumsdirektor Dan Keegan. Ungefähr ein Dutzend Mitglieder des Museum-Vereins habe sich besorgt über das Werk geäußert. In den vergangenen Tagen habe man aber eine Rekordzahl neuer Mitglieder bekommen.

Das "Eggs Benedict" betitelte Werk - in Anspielung auf ein Gericht mit pochierten Eiern und Hollandaise-Soße - kann nach Museumsangaben wegen Renovierungsarbeiten erst ab November ausgestellt werden. AZ/dpa

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