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Unglück

21.02.2021

Mindestens drei Tote bei Fabrik-Einsturz in Russland

Das vom russischen Katastrophenschutzministerium veröffentlichte Foto zeigt Rettungskräfte an der eingestürzten Produktionshalle.
Bild: -/Russian Emergency Ministry Press Service/AP/dpa

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Eine riesige Halle bricht im Norden Russlands zusammen. Mehrere Mitarbeiter sind verschüttet - bei eisigen Temperaturen. Nicht für alle kommt die Hilfe rechtzeitig.

Beim Einsturz einer riesigen Produktionshalle am Nordpolarmeer in Russland sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen.

Mehrere Arbeiter seien nach dem Unglück am Samstag mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilten die Behörden in der Industriestadt Norilsk mit. Nach Angaben der Klinik vom Sonntag galt der Gesundheitszustand von vier Verletzten als ernst.

Weshalb das Gebäude zur Aufbereitung von Nickel zusammenbrach, war zunächst unklar. Die Behörden sprachen von Verstößen gegen Sicherheitsbestimmungen, ohne Details zu nennen. Vier Menschen wurden festgenommen, darunter auch Verantwortliche für den Bau der Halle. Den Ermittlern zufolge waren bereits Mitte 2018 Mängel entdeckt worden, die aber nicht rechtzeitig behoben worden seien.

Zum Zeitpunkt des Einsturzes hielten sich acht Mitarbeiter in dem Gebäude auf. Zwei konnten sich allein retten. Nach zwei ihrer Kollegen suchten Rettungskräfte unter den Trümmern stundenlang bei Temperaturen von minus 40 Grad. Auf Fotos und Videos waren zerstörte Betonplatten und Metallteile zu sehen, die mit schwerer Technik abgetragen wurden. Für diesen Montag ist ein Tag der Trauer im Gedenken an die Verunglückten geplant.

Die Fabrik gehört zum größten Bunt- und Edelmetall-Produzenten Nornickel, der erst kürzlich von einem russischen Gericht zu einer Rekordstrafe von umgerechnet 1,6 Milliarden Euro verurteilt worden war. In Norilsk waren im vergangenen Frühjahr mehr als 21.000 Tonnen Dieselöl aus einem Tank ausgelaufen. Umweltschützer sprachen von der größten Ölkatastrophe in der Geschichte der russischen Arktis.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-528761/2 (dpa)

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