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Bluttat auf Usedom

19.08.2019

Mord an schwangerer Frau auf Usedom: Prozess beginnt am Dienstag

Kerzen und Blumen im März vor dem Haus, in dem das Opfer gefunden wurde.
Bild: Stefan Sauer, dpa

Der Mord an einer Schwangeren schockierte die Menschen auf Usedom. Die mutmaßlichen Täter, junge Männer aus der Region, stehen ab morgen vor Gericht.

Im vergangenen März wurde die schwangere 18-jährige Maria K. aus Zinnowitz auf Usedom brutal ermordet. Ab morgen müssen sich die mutmaßlichen Täter, zwei 19 und 21 Jahre alte Männer vor dem Stralsunder Landgericht für die Tat verantworten. Den beiden wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, die Schwangere heimtückisch und aus bloßer Mordlust getötet zu haben. Die beiden Männer hätten sich das Opfer vorab ausgesucht und sich dazu verabredet, einem Menschen beim Sterben zuzusehen.

Schwangere wird in eigener Wohnung auf Usedom ermordet

Die jungen Männer hätten der 18-Jährigen in ihrer Wohnung von hinten einen Stich in den Hals versetzt und ihr anschließend zahlreiche weitere Stiche im Bereich des Kopfes und Halses zugefügt. Der 21-Jährige habe dabei die Beine der jungen Frau festgehalten und so an dem Verbrechen mitgewirkt. Im Anschluss an die Tat hielten sich die aus der Umgebung stammenden Beschuldigten weiterhin in der Region auf, wo sie später nach intensiver Fahndung von der Polizei festgenommen wurden. Die Tatwaffe konnte bislang nicht ausfindig gemacht werden, diese sei möglicherweise zusammen mit der Kleidung der Männer in der entsorgt worden.

Verdächtige belasten sich nach Mord an Schwangerer auf Usedom gegenseitig

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft seinen beide Männer mehrfach befragt worden. Die Beschuldigten hätten sich dabei gegenseitig belastet, die Aussagen der Verdächtigen seien bislang noch nicht deckungsgleich. Dennoch räumte der 19-Jährige bereits ein, zugestochen zu haben.

Angeklagten droht nach Mord an Schwangerer auf Usedom lebenslange Haft

Dem 21-jährigen Mann droht laut Landgericht wegen Mordes eine lebenslange Haft. Wie das Gericht mitteilte, soll der 19-jährige Angeklagte aufgrund seiner Alkoholisierung, sowie einer psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt vermindert schuldfähig gewesen sein. Er ist aktuell in einer psychiatrischen Klinik untergebracht, der 21-Jährige sitzt in Untersuchuchungshaft. (AZ/dpa)

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