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Musik
10.03.2020

Schwere Vorwürfe: Polizei verhaftet Rapper Fler

Der Berliner Rapper Fler soll in U-Haft.
Foto: Britta Pedersen, dpa

Krawall, Streit und Pöbeleien - bei manchen Rappern ist das nicht unüblich. Für Rapper Fler hat ein Vorfall in Berlin hat nun ernste Konsequenzen.

Der Berliner Rapper Fler soll nach einer mutmaßlichen Attacke auf ein Fernsehteam in Untersuchungshaft. Polizisten verhafteten den 37-Jährigen am Dienstag in Berlin-Zehlendorf wegen Raubes und Körperverletzung, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Mehrere Wohnungen würden überprüft, sagte ein Sprecher. Der Haftbefehl sollte dem Rapper im Laufe des Tages von einem Richter verkündet werden.

Streit eskaliert: Rapper Fler soll auf Kamerateam losgegangen sein

Der Rapper soll das Team von RTL vor rund einer Woche laut Polizei vor einem Luxus-Geschäft am Berliner Kurfürstendamm beschimpft und bedroht haben. Als die Reporterin die erste Frage stellen wollte, soll Fler versucht haben, die Kamera wegzudrücken. Dem Kameramann soll er ins Gesicht geschlagen haben. Der Rapper soll mit Teilen der Kamera in seinem Auto geflüchtet sein.

Nach dem Vorfall hatte Fler bei Instagram dem Fernsehteam von RTL die Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte vorgeworfen. Er habe mehrmals gebeten, ihn nicht zu filmen.

Laut Polizei hatten die TV-Leute die Beamten alarmiert, weil sie auf dem Ku'damm angegriffen worden seien. Demnach soll Fler die Kamera beschädigt und die Reporterin und den Tontechniker bedroht haben.

Fler verhaftet: Gegen den Rapper laufen weitere Ermittlungen

RTL hatte berichtet, nach wenigen Worten und ohne Vorwarnung habe Fler gegen die Kamera geschlagen und dann dem Kameramann mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Opfer habe eine Platzwunde am Auge erlitten.

Gegen Fler laufen noch andere Ermittlungen. Ihm werden demnach Beleidigung, Bedrohung und Beleidigung auf sexueller Grundlage vorgeworfen. Er soll im Internet den Komiker Shahak Shapira und eine Frau, die sich als Feministin zu erkennen gab, beschimpft haben. Die Frau hatte auf eine Kampagne gegen frauenfeindliche Hassbotschaften in Rap-Texten reagiert. (dpa)

Lesen Sie dazu auch: Nach Fler-Attacke: Wie gewalttätig sind Hip-Hop-Texte?

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