1. Startseite
  2. Panorama
  3. Musik macht Muskeln

Fitness

15.10.2013

Musik macht Muskeln

Wenn Sportler im Fitnessstudio nicht nur Muskeln trainieren, sondern mit den Geräten auch noch wohlklingende Harmonien erzeugen, wachsen die Muskeln einer Studie zufolge schneller.
Bild: Britta Pedersen, dpa

Deutsche Forscher wollen mit Musik in der Muckibude die Fitnessbranche revolutionieren. Das Versuchstraining zeigt einer Studie zufolge erste Erfolge.

Wenn der ambitionierte Sportler abends im Fitnessstudio nicht nur seine Muskeln trainiert, sondern mit Beinpresse und Co. auch noch wohlklingende Harmonien erzeugt, wachsen die Muskeln schneller. Das hat ein Wissenschaftlerteam um den Leipziger Neurologen Thomas Hans Fritz vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften herausgefunden.

Wenn die Muckibude zum Konzertsaal wird

Praktisch umgesetzt könnte die Muckibude zur Stoßzeit zum Konzertsaal kurz vor der Hauptprobe werden: 100 verschiedene Melodien schwirren gleichzeitig durch die Luft.

Um den Beweis für ihre These anzutreten, haben die Forscher Sportgeräte so verändert, dass die Trainierenden den Geräten Klänge oder treibende Rhythmen entlocken konnten. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Experten in den „Proceedings“ der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Training: weniger anstrengend

Das Versuchstraining hatte auf die Sportler gleich mehrere Effekte: Zum einen wurde das Training von den Probanden als weniger anstrengend empfunden und zum anderen wurden die Muskeln effektiver genutzt, weil in der emotionalen Situation weniger Gegenmuskeln involviert sind.

Mit Glückshormonen überschwemmt

Der positive Effekt stellte sich bereits nach wenigen Übungsminuten ein und der Körper der Versuchssportler wurde mit Glückshormonen überschwemmt. Doch aufgepasst: Nur Musik hören reicht nicht aus. Auf das Machen kommt es an.

Fritz glaubt, dass er nicht nur die Kraftmaschinentechnologie revolutioniert, sondern auch neue Erkenntnisse für die Musikgeschichte erworben hat: warum sich Musik entwickelt hat und wie musikalische Ekstase erreicht wird. (mit dpa)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
dpa_14929A0014D576D1(1).jpg
Neue Spur im Fall Peggy

Der Fall Peggy in Bildern

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen