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Statistik

10.12.2020

Na sauber! In Corona-Zeiten putzen wir (uns) mehr

Händewaschen ist eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus.
Bild: Sandor Jackal, Fotolia

In der ersten Corona-Welle haben die Deutschen Klopapier gehamstert. Jetzt finden Putzmittel und Seife reißenden Absatz. Was steckt hinter der neuen Reinlichkeit?

Manch Franzose oder Italiener fragt sich ja schon, ob wir in Deutschland noch ganz sauber sind, dass hierzulande im Lockdown allen Ernstes Klopapier gehamstert wurde. Vielleicht sehen sie das im Vergleich zu ihrer Rotwein- oder Kondome-Horterei sogar als eine große Sch***idee … Jedenfalls gibt es nun schon wieder neue Zahlen über die deutsche Lockdown-Seele, die es offensichtlich gerne sauber, ja sogar rein mag.

Die Ausgaben für Seifenprodukte steigen um 77 Prozent

Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel hat ein deutliches Umsatzwachstum bei Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln, sowie bei Produkten für die Körperpflege festgestellt und führt das auf das Bedürfnis nach „Sicherheit und Wohlfühlen zu Hause“ zurück. In Zahlen sieht das so aus: 77 Prozent mehr Seifenprodukte als in 2019, 18,2 Prozent mehr Reinigungsmittel, 4,8 Prozent mehr Vollwaschmittel, 15,1 Prozent mehr Geschirrspülmittel, 2,5 Prozent mehr Haarpflegemittel, 2,2 Prozent mehr Zahnpasta und Co.

In Corona-Zeiten putzen wir (uns) also mehr. Und wir haben sogar unser durchschnittliches Pro-Kopf-Jahresbudget für Putzmittel gemäß der neuen Priorisierung um zehn Prozent auf 98 Euro erhöht. Möglicherweise haben wir dafür ganz pragmatisch Abstriche beim Parfum und Make-up gemacht – riecht oder sieht im Homeoffice ja ohnehin kaum jemand, wenn wir uns das sparen. Manch eine(r) fand die Idee jedenfalls dufte: 7,3 Prozent weniger Parfums wurden bei uns verkauft und 12,7 Prozent weniger Schminkzeug.

Mehr geputzt, weniger herausgeputzt, also. Was dazu Franzosen und Italiener wohl sagen? Ach, Schwamm drüber.

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