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16.06.2009

Nach 18 Jahren: "Ötzi"-Finderin bekommt Finderlohn

Nach 18 Jahren: «Ötzi»-Finderin bekommt Finderlohn
Bild: DPA

Nürnberg/Bozen (dpa) - Mit "Freude und Erleichterung" hat die Mitentdeckerin der Gletschermumie "Ötzi", Erika Simon, die Einigung im jahrelangen Streit um den Finderlohn aufgenommen. Dies berichtete ihr Anwalt Georg J. Rudolph in Nürnberg.

Erika Simon und ihr 2004 tödlich verunglückter Mann Helmut Simon hatten "Ötzi" vor knapp 18 Jahren bei einer Bergwanderung in den Alpen gefunden. Nun endlich schlossen die Südtiroler Landesregierung und die Nürnberger Familie einen Vergleich: Die Provinz Südtirol zahlt 150 000 Euro an Erika Simon und ihre beiden Söhne.

Der Rechtsstreit sei damit "definitiv" beendet, teilte Rudolph mit. Er sprach von intensiven und zähen Verhandlungen. Südtirol hatte ursprünglich nur 50 000 Euro zahlen wollen; der Anwalt hatte dagegen 250 000 Euro gefordert. Nun habe man nach dem Motto "Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende" den Kompromiss akzeptiert, erklärte Rudolph.

Nach Rudolphs Angaben zahlt jede Partei ihre eigenen Anwaltskosten. Die Kosten für zwei verlorene Prozesse trage die Südtiroler Landesregierung. Der Hobbybergsteiger Helmut Simon, der den Mann vom Hauslabjoch im September 1991 gefunden hatte, war 2004 bei einem Bergunfall gestorben.

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