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Fernsehen

22.03.2020

Nach Drehstopp für „GZSZ“: Produzenten fordern Hilfen 

Es herrschen gerade schlechte Zeiten - nicht nur für die RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.
Bild: Sebastian Geyer, RTL, dpa

Exklusiv Die Corona-Krise trifft nun auch den TV-Markt hart. Die Situation sei „dramatisch“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer der Produzentenallianz.

Die Corona-Pandemie hat immer stärkere Folgen für Film und Fernsehen. Nach der Verschiebung von Kinostarts sind nun unter anderem TV-Serien betroffen – wie ein für 2021 geplanter Ludwigshafen-„Tatort“. Der SWR unterbrach die Dreharbeiten in der vergangenen Woche: Es gehe um die Gesundheitsvorsorge für Schauspieler und Team, sagte eine Sprecherin.

Auch eine andere Kult-Serie hat es erwischt: „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (GZSZ). Jene Daily-Soap, die seit knapp 28 Jahren auf RTL zu sehen ist. Der Privatsender erklärte am Wochenende auf seiner Homepage, dass die Produktionsfirma UFA Serial Drama „vorübergehend“ den Drehbetrieb der drei Seifenopern „Alles was zählt“, „Unter uns“ und GZSZ aussetze, „um Maßnahmen zur Risikominimierung zu ergreifen“. Die Zeit solle, so die Produktionsfirma, dazu genutzt werden, um die Drehbücher an die neuen Bedingungen anzupassen.

Am Montag, 23. März, gehe es aber wie gewohnt mit allen drei Serien im Fernsehen weiter. Auch die 7000. Folge von GZSZ werde wie geplant am 29. April bei RTL ausgestrahlt. GZSZ-„Rüpel“ Thaddäus Meilinger appellierte in einer Videobotschaft an Fans: „Bleibt zu Hause, reduziert eure echten Kontakte…und informiert euch in guten journalistischen Quellen.“

Nach Drehstopp für „GZSZ“: Produzenten fordern Hilfen 

In vielen Städten gibt es bereits Drehverbote

Johannes Kreile, stellvertretender Geschäftsführer der Produzentenallianz und Honorarprofessor an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film, sagte am Sonntag unserer Redaktion: „Die Situation ist dramatisch. Denn viele mittelständische Produktionsfirmen verfügen nicht über die Liquidität, um diese Krise zu bewältigen.“ Von Tag zu Tag seien mehr Produktionen betroffen – auch weil es bereits in vielen Städten Drehverbote gebe.

Die Öffentlich-Rechtlichen sowie die Senderketten ProSiebenSat.1 und die Mediengruppe RTL versicherten, den Produzenten zu helfen, etwa mit der Übernahme von Mehrkosten. Laut Kreile reicht das nicht aus: „Die Politik muss jetzt den Produktionsfirmen Liquiditätshilfen zur Verfügung stellen“, forderte er. Ein Drehabbruch könne schnell einen siebenstelligen Betrag kosten.

Über alle Entwicklungen rund um das Coronavirus informieren wir Sie in unserem Live-Blog.

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