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EKD-Chef

04.01.2020

Nach Morddrohungen: Politiker solidarisieren sich mit Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat über Morddrohungen gegen seine Person gesprochen.
Bild: Wolfgang Kumm, dpa (Archiv)

Im Interview mit unserer Redaktion hat der EKD-Ratsvorsitzende über Morddrohungen gegen sich gesprochen. Nun haben mehrere Politiker ihm Rückhalt gegeben.

Ein Interview des evangelischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm mit unserer Redaktion hat eine Welle an Solidarität ausgelöst. Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche hatte von Morddrohungen gegen seine Person erzählt. Wörtlich hatte er gesagt: "Vor allem im Zusammenhang mit meinem Engagement in der Seenotrettung von Flüchtlingen habe ich recht konkrete Drohungen erhalten. Ich nehme sie nicht sehr ernst." Die Morddrohungen folgten auf Pläne der Evangelischen Kirche für ein Flüchtlingsschiff.

Lesen Sie hier das komplette Interview: Morddrohungen gegen Bischof Bedford-Strohm nach Flüchtlingsschiff-Initiative

Dass gerade ein Bischof Morddrohungen erhalte, hat in den sozialen Medien Entrüstung ausgelöst. Außenminister Heiko Maas etwa schrieb auf Twitter: "Es ist einfach unerträglich, wenn Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit zu Morddrohungen führen."

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Bedford-Strohm: Rückhalt von Özdemir und Maas

Ähnlich äußerte sich auch Grünen-Politiker Cem Özdemir. "Rechtsradikale entlarven sich selbst am besten. Sie geben vor, das christliche Abendland zu verteidigen & drohen Bischof mit Mord? Dümmer geht’s nicht", schrieb er in dem Kurznachrichtendienst.


Bedford-Strohm selbst äußerte sich überrascht über das Echo auf das Interview. Morddrohungen gehörten seiner Einschätzung nach bereits zur Normalität, wenn man seine Meinung öffentlich und deutlich äußere. "Das trifft viele andere auch."

Normalerweise poste ich nichts aus meinen Urlaubstagen. Aber hier mache ich mal eine Ausnahme. Das große Echo auf mein...

Gepostet von Heinrich Bedford-Strohm am  Samstag, 4. Januar 2020

Österreichs Kanzler Kurz kritisiert private Seenotrettung

In einem Interview mit der Bild-Zeitung ging nun auch Österreichs Kanzler Sebastian Kurz auf das Thema Seenotrettung ein und vertrat die konträre Haltung in der Sache. Seiner Einschätzung nach führte Seenotrettung zu mehr Toten. "Es darf nicht darum gehen, was nach außen hin vielleicht gut aussieht, sondern was funktioniert. Ein Modell der privaten Seenotrettung funktioniert nicht", sagte Kurz. (AZ)

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Die Diskussion ist geschlossen.

06.01.2020

Mich wundert inzwischen auch dass - wenn schon nicht unsere christlich firmierenden Politiker - wenigstens die Kirchenmänner und -frauen dem Beispiel Jesus folgend per Esel von Gemeinde zu Gemeinde, von Kirche zu Kirche, reisen.

Erstens käme diese Form des Individualverkehrs der Zukunftsperspektive "autonomes Fahren" sehr nahe. Fragen Sie mal einen alten Fuhrknecht! Nach einer gewissen "Lernphase" fänden die Esel viele Ziele von ganz alleine.
Zweitens wäre der Verbrauch überschaubar, der CO2-Fußabdruck recht ordentlich.
Drittens besteht bundesweit und in Bayern sowieso ein Überangebot an diesem Verkehrsmittel.

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05.01.2020

Oesterreich beachten:
Am Fr. 19.5.2006 wurde von Radio Antenne Salzburg in den 19-Uhr-nachrichten ein hoher BZOe-funktionaer (ich glaube, es war der burgenlaendische Spitzenkandidat) gefragt, wer BZOe-obmann wird.
Antwort: das wird zum gegebenen Zeitpunkt bekanntgegeben und: "Kommt Zeit, kommt Rat, kommt ATTENTAT".

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05.01.2020



(edit/mod/bitte sachlich und zum Thema kommentieren. Unsachliche Folgekommentare auch von anderen Nutzern wurden gelöscht/Mod)

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06.01.2020

(edit/mod)

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04.01.2020

Wenn der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche tatsächlich Morddrohungen erhalten haben sollte, dann ist das in keiner Weise in hinnehmbar.

(edit/mod/bitte sachlich und zum Thema kommentieren)

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04.01.2020

"Bedford-Strohm: Rückhalt von Özdemir und Maas" Aha!

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