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Nordrhein-Westfalen

07.12.2018

Nach Tod von 17-Jähriger: See wird möglicherweise abgepumpt

Tote 17-Jährige in Sankt Augustin
2 Bilder
Bäume spiegeln sich im Sieglarer See an der Straße Auf dem Mirzengrehn, an dem die Kleiung und Tasche einer getöten 17-Jähringen gefunden wurden.
Bild: Oliver Berg, dpa (Symbolbild)

Am Sonntag wurde bei Bonn die Leiche einer 17-Jährigen gefunden, tatverdächtig ist ein Obdachloser. Nun wird möglicherweise ein See zur Beweisfindung abgepumpt.

Nach dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin bei Bonn prüft die Polizei, ob zur Beweisfindung ein See abgepumpt werden soll. "Wir sprechen mit den Tauchern", sagte Polizeisprecher Robert Scholten am Donnerstagmorgen in Bonn. Es bestehe die Möglichkeit, dass sich noch weitere persönliche Gegenstände des Opfers in dem und um das Gewässer befinden könnten. Zuvor hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Spaziergänger fanden Kleidung der 17-Jährigen am Sieglarer See

Die Leiche der 17-Jährigen war am Sonntagabend in einer städtischen Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin gefunden worden. Als tatverdächtig gilt ein 19-Jähriger mit deutscher und kenianischer Staatsangehörigkeit, der nach Angaben der Stadt dort als Obdachloser untergebracht war. Er soll seit frühester Kindheit in Deutschland leben und hat zugegeben, Gewalt gegen die Jugendliche angewandt zu haben. Er und die 17-Jährige sollen sich erst kurz zuvor kennengelernt haben.  Als Jugendlicher soll der Verdächtige bereits "strafrechtlich in Erscheinung" getreten sein und ist daher polizeibekannt gewesen. Um welche Vorwürfe es dabei genau ging, ließ der Oberstaatsanwalt offen.

Am Sonntagnachmittag hatten Spaziergänger an dem Gewässer bei Sankt Augustin Kleidung und die Handtasche der Vermissten gefunden. Daraufhin suchten mehr als 150 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk das Gewässer und die Umgebung ab. Auch Taucher, Hubschrauber und Hunde waren beteiligt.

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Getötete 17-Jährige wurde in Neuwied beigesetzt

Der 19-jährige Tatverdächtige räumte nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein, die Sachen des Mädchens an den See geschafft zu haben. Unklar ist aber, ob er sie dort verstecken oder ob er bewusst eine falsche Fährte legen wollte.

Das getötete Mädchen ist inzwischen in Neuwied beigesetzt worden. "Etwa 200 bis 250 vor allem junge Trauergäste waren da", sagte der Bürgermeister ihres nahen Heimatstädtchens Unkel, Gerhard Hausen, der Deutschen Presse-Agentur. Die 17-Jährige sei im muslimischen Teil des Friedhofs bestattet worden. "Ein muslimischer Geistlicher hat gesprochen", ergänzte Hausen. (dpa)

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