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Deutsche Bahn

13.11.2017

Nach verpasstem ICE-Halt: Pro Bahn fordert mehr Stopps in Wolfsburg

Am Sonntag hatte zum wiederholten Mal ein ICE mit fahrplanmäßigen Halt in Wolfsburg nicht angehalten.
Bild: Julian Stratenschulte, dpa (Archiv)

Die Nachricht, dass ein ICE an Wolfsburg vorbeigerauscht ist, entlockt vielen nur noch ein Schmunzeln. Für Zugreisende sind Umwege und Verspätungen aber ein Ärgernis.

Der Fahrgastverband "Pro Bahn" hat häufigere Stopps in Wolfsburg gefordert, nachdem wieder einmal ein ICE ohne Halt an der niedersächsischen Stadt vorbeigefahren ist. "Eine Lösung für das Problem wäre, dass jeder Zug von und nach Berlin auch in Wolfsburg hält", sagte "Pro Bahn"-Sprecher Karl-Peter Naumann am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Der menschliche Fehler passiert nur, wenn unklar ist, ob die VW-Stadt Zwischenhalt ist."

Am Sonntag hatte zum wiederholten Mal ein ICE mit fahrplanmäßigen Halt in Wolfsburg nicht angehalten. "Das Problem gibt es auch andernorts, Wolfsburg ist aber mittlerweile das prominenteste Beispiel", so Naumann. 

Die Reisenden konnten in Stendal umsteigen

Diesmal bemerkte das Zugpersonal die Panne offensichtlich und legte außerplanmäßig einen Stopp in Stendal in Sachsen-Anhalt ein. Dort konnten die Reisenden dann umsteigen. Es werde derzeit geklärt, warum der Zug nicht hielt, sagte eine Bahn-Sprecherin am Montag. Das Unternehmen entschuldigte sich bei den Betroffenen. Die Fahrgastrechte würden vollumfänglich gelten. 

Auch wenn es in Wolfsburg in den vergangenen Jahren mindestens fünf Mal vorgekommen ist, bleibt das versehentliche Auslassen eines Halts  laut Bahn eine Ausnahme. Erst im September hatte ein ICE den Bahnhof aufgrund eines technischen Defekts verpasst. Der Zug kam hinter dem Bahnsteig zum Halten und konnte zurücksetzen. 

Hält ein Zug nicht in einem Bahnhof, gilt eine Höchstgeschwindigkeit

Auf die Frage, ob es für wartende Passagiere am Gleis nicht gefährlich sei, wenn ein Zug einfach durchfährt, verwies die Bahnsprecherin auf Warnhinweise und die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit. "Eine entsprechende Warnung gibt es leider nicht mehr immer überall", kritisierte "Pro Bahn"-Sprecher Naumann.

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