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Neo Magazin Royale
12.05.2016

Jan Böhmermann und die lustigen Politiker

Zeigt oft Kante und mag politische Turbulenzen: Jan Böhmermann macht bei ZDFneo wieder sein „Neo Magazin Royal“.
Foto: Henning Kaiser, dpa

Schmäh-Poet Jan Böhmermann macht mit „Neo Magazin Royale“ weiter. Und er geht nach seiner Pause wohl wieder direkt in die Vollen.

Man kann sich zwar bei Jan Böhmermann selten in irgendetwas sicher sein, doch mit einer These pokert man nicht hoch: Ein größerer medialer Hype ist wohl kaum einer deutschen Fernsehsendung je vorausgegangen. Dem Brimborium auf Facebook nach zu urteilen, geht der Schmäh-Poet in seiner ersten Sendung von „Neo Magazin Royale“ nach der Pause wieder in die Vollen. Die Sendung war nach dem „Gedicht“ an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan unterbrochen worden.

Jan Böhmermann macht mit Neo Magazin Royale weiter

Nun macht der wahlweise als Rassist, eitler Schnösel oder komödiantisches Genie betitelte Satiriker da weiter, wo er aufgehört hat. Er selbst bezeichnete sich jüngst in einem Interview mit der Zeit als „deutschen Ai Weiwei“. Nachdem er zuletzt eifrig die Marketingmaschine über Twitter und Facebook angeworfen hatte, lud er für die neue Sendung den Linken-Politiker und promovierten Juristen Gregor Gysi ein. Angesichts des anstehenden, politisch aufgeladenen Prozesses gegen den Satiriker also genau das, was man von ihm erwarten durfte – inklusive Anmoderation Gysis als „kleiner, lustiger, deutscher Politiker“.

Die Gags stammen zum größten Teil aus Zuschriften von Fans – Böhmermann hatte für jeden verwendeten Gag 103 Euro ausgelobt, in Anspielung auf den umstrittenen Paragrafen 103 für „Majestätsbeleidigung“. Gregor Gysi bezeichnete das Ergebnis nach der Sendung als „so teils, teils gelungen“. Aber das Neo Magazin Royale sei eine „schöne Jugendsendung“.

Detlef Seif zitiert Jan Böhmermanns Schmähgedicht

Gar nicht jugendfreie Gratiswerbung hatte Böhmermann im Vorfeld noch von einem CDU-Politiker bekommen. Um zu zeigen, dass er die Wortwahl Böhmermanns ebenso wie die Kanzlerin missbillige, trug der Abgeordnete Detlef Seif das Schmähgedicht in voller Länge im Bundestag vor. Jan Böhmermann twitterte dazu: „Besser wird es nicht!“ Wurde es in der groß angekündigten Sendung dann trotz ein paar guter Gags auch nicht.

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