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Texas

18.05.2015

Neun Tote bei Schießerei unter Rockern in den USA

Polizisten am Tatort: Bei einer wüsten Schießerei zwischen rivalisierenden Motorrad-Rockergangs sind in Texas neun Gangmitglieder getötet worden.
Bild: Waco Police Department

Bei einer wüsten Schießerei zwischen rivalisierenden Motorrad-Rockergangs auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums sind in Texas neun Gangmitglieder getötet worden.

Es sei ein Wunder, dass bei dem Feuergefecht am Sonntagmittag in Waco nur wenige Meter von zahlreichen Restaurants entfernt keine Unbeteiligten verletzt wurden, sagten Polizeibeamte örtlichen Medien. Den Ermittlungen zufolge waren die Rocker bei einem Treffen in einer Bar in Streit geraten, der rasch eskalierte.

"Das ist der am meisten verwüstete Tatort, den ich in 34 Jahren bei der Polizei gesehen habe", sagte Polizeisprecher Patrick Swanton dem "Waco Tribune-Herald". "Überall ist Blut." An der Auseinandersetzung waren den Ermittlungen zufolge Mitglieder von bis zu fünf Motorrad-Gangs beteiligt. Der Streit begann in den Toilettenräumen der "Twin Peaks Sports Bar and Grill" zunächst als Prügelei und setzte sich in der Bar fort, bis die Rocker schließlich auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum mit Messern, Baseballschlägern, Ketten und schließlich Schusswaffen aufeinander losgingen.

Da die Polizei im Vorfeld von dem Rocker-Treffen wusste, trafen rasch Beamte am Tatort ein - zu diesem Zeitpunkt gab es jedoch schon neun Todesopfer und laut Medienberichten 18 Verletzte in den Reihen der Rocker. Polizeibeamte gaben Warnschüsse ab und nahmen zahlreiche Verdächtige fest. Laut Polizei wurden mehr als 100 Waffen am Tatort beschlagnahmt.

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Aus Sorge, Bandenmitglieder könnten ihre blutige Fehde fortsetzen wollen, ordneten die Behörden die Schließung des Einkaufszentrums und umliegender Gebäude an. Die Polizei forderte die Bewohner der Stadt via Facebook auf, das Einkaufszentrum und seine Umgebung zu meiden. "Wir riegeln den gesamten Central Texas Marketplace ab, wenn Sie dort sind, verlassen Sie ihn sofort", hieß es in dem Aufruf. "Aus Sicherheitsgründen wiederholen wir: Kommen Sie nicht in dieses Gebiet." Die Polizei nehme weiterhin Verdächtige fest, die bewaffnet dorthin kämen. "Dies ist nicht die Zeit für Besichtigungen, denn wir haben es mit sehr gefährlichen Individuen zu tun", warnte die Polizei.

Laut Polizeisprecher Swanton hatte die Polizei der als Rockertreff berüchtigten "Twin Peaks Bar" im Vorfeld ihre Sorge angesichts des geplanten Bandentreffens mitgeteilt. Die Verantwortlichen der Bar hätten sich jedoch nicht kooperativ gezeigt.

Waco liegt im Zentrum von Texas und hat rund 129.000 Einwohner. Die Stadt war 1993 durch die Auseinandersetzung der Bundespolizei FBI mit schwer bewaffneten Mitgliedern der Davidianer-Sekte in die Schlagzeilen geraten. Nach einer siebenwöchigen Belagerung der Sektenmitglieder setzten diese ihr Anwesen in Brand, mehr als 80 Menschen starben. afp

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