Newsticker
Rund 53.000 Impfdosen in Bayerns Impfzentren weggeworfen
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Nordrhein-Westfalen: Vater nach Streit um Nudelauflauf fast totgefahren

Nordrhein-Westfalen
08.06.2016

Vater nach Streit um Nudelauflauf fast totgefahren

Nach einem Streit um einen Nudelauflauf fuhr ein 22-Jähriger aus Essen seinen Vater fast tot.
Foto: Alexander Kaya, Archiv

Ein 22-Jähriger fährt nach einem Streit seinen Vater an und verletzt ihn schwer. Schuld war ein Nudelauflauf, der dem jungen Mann nicht kross genug war.

Nach einem Streit um einen Nudelauflauf hat ein Mann aus Essen fast seinen Vater totgefahren - für die Tat vor sechs Monaten muss er nun ins Gefängnis. Das Essener Landgericht verurteilte den 22-Jährigen am Mittwoch zu viereinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags. 

Weil ihm der von seiner Mutter zubereitete Nudelauflauf nicht kross genug war, hatte sich der Angeklagte ins Auto gesetzt, um aus Protest zu einem Fast-Food-Restaurant zu fahren. Als ihn sein Vater daran hindern wollte, gab der 22-Jährige Gas.

Der 56-Jährige wurde vom Auto erfasst und schwer verletzt. Anschließend war der Vater von seinem Sohn auch noch getreten worden.

Es war nicht die erste Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn

Im Prozess vor dem Essener Landgericht hatte der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt. Nach seinen Angaben war die Tat die Folge jahrelanger Demütigungen und Bestrafungsaktionen durch den Vater, der ihn sogar vor Mitschülern geschlagen habe.

Im Prozess hatte der 22-Jährige allerdings versichert, dass er seinen Vater keinesfalls habe töten wollen. Genau das sahen die Richter jedoch anders: Der Mann habe den Tod des Vaters zumindest in Kauf genommen.

Richter Andreas Labentz sprach von einem "völlig nichtigen Anlass". Laut Urteil haben sich Vater und Sohn inzwischen wieder versöhnt. dpa

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.