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Kroatien

23.01.2020

Ode an Saufgeschichten: "Hangover"-Museum in Zagreb eröffnet

Diese Ausstellung ist alles andere als nüchtern: Ein Student hat in Kroatien das weltweit erste "Hangover"-Museum eröffnet. Hier gibt es allerhand Kurioses rund um den Suff.

Kinder lieben Märchen. Erwachsene auch. Nur klingen deren Märchen meistens ein bisschen anders. Und heißen auch anders: Saufgeschichten sind die Märchen für Erwachsene - nur niveauloser, peinlicher und (meistens) leider wahr. Trotzdem haben sie einiges gemeinsam. Bei beiden wird sich immer dieselbe Frage gestellt: "Ist das wirklich so passiert?"

Die Idee zum "Hangover"-Museum in Zagreb entstand in einer Bar

Vielleicht hat der böse Wolf die Großmutter gar nicht gefressen. Vielleicht hat er sich um fünf Uhr morgens noch eine Runde Kurze gegönnt und dann aus Versehen eine noch gefrorene Pizza vom Boden seines Wohnzimmers gegessen. Keine Ahnung. Sicher ist aber: Saufgeschichten und Märchen - beides erzählt man sich noch Jahre später. Sie sind historisch - und reif fürs Museum.

 

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Das hat sich zumindest Rino Dubokovic gedacht. Der Informatik-Student aus Zagreb (Kroatien) hat vor kurzem das weltweit erste "Hangover"-Museum der Welt eröffnet. Direkt neben einer Bar. "Hangover" ist übrigens der englische Ausdruck für "Kater".

Die Idee dazu kam ihm - wie könnte es anders sein - als er eines Abends mit seinen Kumpels einen heben war. "Ein Kumpel hat mir von einem Bar-Ausflug erzählt, an dessen Ende er mit einem Fahrrad-Pedal in der Hosentasche aufgewacht ist. Danach dachte ich: Ich will eine Art Sammlung schaffen, in der all diese Gegenstände aus betrunkenen Geschichten zusammen mit ihren Geschichten ausgestellt werden." Das erzählte der Neu-Museumsbetreiber zumindest dem Fernsehsender CBS.

 

"Hangover"-Museum in Zagreb: Kritiker monieren Verherrlichung von Alkohol

Bei der Gestaltung des "Hangover"-Museums war Dubokovic dann äußerst kreativ: Die Gänge und Räume sollen an den Weg erinnern, den man nach einem feucht-fröhlichen Abend nach Hause torkelt. Es gibt Straßen, einen Park und am Ende ein Schlafzimmer. Zur Ausstellung gehören natürlich auch kuriose Gegenstände, mit denen man am Tag danach verkatert aufgewacht ist. An den Wänden des Museums stehen WhatsApp-Nachrichten, die im betrunkenen Zustand geschrieben wurden. Jeder Besucher kann sich auch selbst verewigen, seine kuriosteste Saufgeschichte an die Wand kritzeln.

Ob Dubokovics Museum eine sinnvolle Einrichtung ist, darüber kann man freilich streiten. Kritiker monieren (zu Recht), dass darin der übermäßigen Genuss von Alkohol verherrlicht wird. Das sei aber nicht der Sinn des Museums, sagte Dubokovic gegenüber CNN. Um das zu untermauern, soll demnächst ein Raum eingerichtet werden, in dem "wir die Menschen auch auf die schlechten Dinge aufmerksam machen, die zu viel Alkohol verursachen kann“.

Ob nun sinnvoll, oder nicht: Eine Geschichte, die mit dem Satz beginnt, "Weißt Du noch, dieser eine Abend in der Bar, als wir ein Museum gegründet haben ....", ist schon ziemlich historisch.

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