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Berlin

24.01.2019

Polizei fasst Verdächtige bei Waffenschmuggel-Razzia

Die Polizei in Berlin und Brandenburg geht gegen eine internationale Waffenschmuggler-Bande vor.
Bild: dpa

Waffenschmuggler wollten wohl illegale Pistolen aus der Slowakei in Umlauf bringen: Am frühen Morgen gingen Polizisten gegen eine international agierende Bande vor.

Mit einer großen Razzia ist die Polizei in Berlin und Brandenburg gegen internationale Waffenschmuggler vorgegangen. Seit dem frühen Donnerstagmorgen wurden 26 Wohnungen und Kneipen in der Hauptstadt und der Umgebung durchsucht, wie eine Polizeisprecherin sagte. Vier Menschen wurden demnach verhaftet. Insgesamt gebe es zehn Verdächtige. Sie sollen umgebaute Pistolen aus der Slowakei eingeschmuggelt und verkauft haben. 

An dem Einsatz waren Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner und Brandenburger Polizei beteiligt. Der Schwerpunkt der Razzia lag in Berlin. Unter anderem nahm sich die Polizei eine Kneipe in Spandau vor. Polizisten standen am Morgen davor, andere durchsuchten die Innenräume sowie Sperrmüll, der draußen lag.

Waffenschmuggel-Razzia: Es geht um mehr als 700 Pistolen

Nach Informationen der Zeitung Die Welt geht es um mehr als 700 Pistolen. Wegen der Gefährlichkeit der Bande sei fast das komplette Berliner SEK im Einsatz. Ob es sich um umgebaute und scharf gemachte Schreckschusspistolen oder andere Waffen handelt, war zunächst unklar. Die Staatsanwaltschaft kündigte weitere Informationen im Lauf des Tages an.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach von langwierigen Ermittlungen und hartnäckiger Arbeit der Kripo gegen die Waffenschieber. "Wir sagen nicht ohne Grund, dass wir bei all der öffentlichen Diskussion um die organisierte Kriminalität eben nicht nur arabische Clans auf dem Schirm haben dürfen. Der Fall zeigt deutlich, dass es multikulturelle Netzwerke gibt, die über Landesgrenzen hinweg agieren und für Schwerstkriminalität in unserer Stadt verantwortlich sind." (dpa)

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