Newsticker
RKI meldet erneut deutlichen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz
  1. Startseite
  2. Panorama
  3. Polizei sucht Mörder von Joggerin

06.04.2017

Polizei sucht Mörder von Joggerin

Nach diesem Mann wird gefahndet.

Jetzt gibt es ein erstes Phantombild

Für die Ermittler ist es nach monatelanger erfolgloser Arbeit eine neue Hoffnung: Nach dem Mord an einer 27 Jahre alten Joggerin in Endingen bei Freiburg setzt die Polizei bei der Suche nach dem Täter auf ein Phantombild. Die Zeichnung wurde nach der Aussage einer Zeugin erstellt. Sie hatte einen Unbekannten am Tag des Mordes in der Nähe des Tatorts gesehen. Es könne sich um den Täter oder aber um einen Zeugen handeln, sagte Polizeisprecher Walter Roth.

Die 27-Jährige war Anfang November alleine zum Joggen aufgebrochen, aber nicht zurückgekehrt. Ihre Leiche fand man Tage später. Dem Unbekannten wird auch der Mord an einer 20 Jahre alten französischen Austauschstudentin aus Lyon im Januar 2014 im rund 400 Kilometer entfernten Kufstein in Österreich zur Last gelegt. An beiden Orten wurden identische Körperspuren gefunden. Beide Opfer wurden sexuell missbraucht und erschlagen.

Nach dem Mord in Österreich hatten die dortigen Ermittler bereits mit einem Phantombild nach dem Täter gesucht. Die deutsche Polizei hatte dieses Bild jedoch nicht für ihre öffentliche Fahndung verwendet, weil es schon älter und auch zu ungenau war, erklärte die Freiburger Polizei. Mit dem neuen Phantombild könne die Chance, die beiden Morde aufzuklären, steigen, sagte Sprecher Walter Roth.

Das Bild zeigt einen Mann mit Brille, etwa 50 bis 55 Jahre alt. Er soll 1,75 bis 1,80 Meter groß sein. Es weist Ähnlichkeiten zum Phantombild der österreichischen Polizei auf.

Seit dem Mord in Endingen verfolgte die Freiburger Polizei über 3300 Hinweise. „Eine konkrete Spur zum Täter ergab sich bislang nicht“, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Dieter Inhofer. Auf Hinweise, die zu seiner Ergreifung führen, sind insgesamt 28500 Euro Belohnung ausgesetzt. Die Polizei bildete nach der Tat eine Sonderkommission mit 40 Beamten. (dpa)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.