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ZDF: "Aktenzeichen XY"

29.08.2019

Polizei sucht Mutter von "Joris" - tote Babys sorgen für Entsetzen

"Aktenzeichen XY": Rudi Cerne und die Polizei versuchten gestern, Zuschauer-Infos zum Schicksal von zwei toten Babys zu bekommen. Wer ist die Mutter von Baby "Joris"?
Bild: Matthias Balk, dpa (Archiv)

Gestern bei "Aktenzeichen XY" im ZDF: Gleich zwei tote Babys sorgen für Entsetzen. Was ist in Thüringen und in Sigmaringen passiert? Wer ist die Mutter von Baby "Joris"?

Die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" präsentiert seit 1967 ungelöste Kriminalfälle und bittet die Zuschauer um Mithilfe. Gestern versuchten Moderator Rudi Cerne und die Polizei live aus dem Studio Ismaning, das Schicksal von gleich zwei toten Babys aufzuklären - einem von ihnen, einem kleinen Jungen, hat man den Namen "Joris" gegeben. Das tote kleine Mädchen aus Thüringen ist bislang namenlos geblieben.

Bereits im April 2019 war im thüringischen Ilm-Kreis am Rande von Geschwenda bei Gotha ein getötetes Baby entdeckt worden. Das kleine Mädchen, das bei Auffinden höchstens drei Wochen alt gewesen sein kann, wurde vermutlich bereits im Dezember 2018 auf einer Wiese abgelegt.

Die Polizei veröffentlichte schon vor Wochen Fotos von Kleidungsstücken, die an und bei dem kleinen Leichnam gefunden werden konnten. Vor allem die Mütze des kleinen Mädchens wirft Fragen auf. Es handelt sich um eine dunkelblaue Babymütze mit der Aufschrift „Matcholino“ von Sanetta, die bereits seit 25 Jahren nicht mehr vertrieben wird.

Polizei sucht Mutter von "Joris" - tote Babys sorgen für Entsetzen

"Aktenzeichen XY": Rätsel um Baby "Joris"

Am Montag, dem 3. September 2018, macht sich der Pächter eines Waldstücks bei Frohnstetten (Kreis Sigmaringen, Baden-Württemberg) laut ZDF auf den Weg, um Gartenabfälle in den Wald zu bringen. Damit will er die Tiere füttern. Wie so oft ärgert er sich auf seinem Streifzug durch den Wald darüber, dass Spaziergänger dort ihren Müll hinterlassen. Auf einer Lichtung findet er unter anderem ein Badetuch, eine rote Einkaufstüte und eine Spielzeugpuppe. Bei genauerem Hinsehen stellt er allerdings fest, dass es sich bei der vermeintlichen Puppe um ein totes Baby handelt.

Baby "Joris" aus "Aktenzeichen XY": Die Mutter stand unter Drogen und starken Medikamenten

Die Obduktion des Neugeborenen ergab, dass er nur wenige Stunden gelebt hat. Das Baby wurde erwürgt und in das Badetuch eingewickelt. Das Bündel hat man dann noch in eine rote Papier-Einkaufstüte gepackt und im Wald abgelegt. Die Polizei vermutet, dass Tiere das tote Kind dann aus seiner Umhüllung herausgeholt haben, sodass es schließlich nackt auf dem Waldboden lag.

Wie die Obduktion ergab, dürfte die Mutter des Kindes – zumindest zum Zeitpunkt der Schwangerschaft – drogenabhängig gewesen sein und starke Medikamente, sogenannte Neuroleptika mit dem Wirkstoff Clozapin, eingenommen haben. Solche Medikamente dürfen nur unter strenger Aufsicht eines Arztes genommen werden, da sie sonst schwere gesundheitliche Probleme verursachen können.

"Aktenzeichen XY": Die Mutter von Baby "Joris" war wohl auf der Durchreise

Eine spezielle Ermittlungsgruppe der Kripo Sigmaringen hatte sich umgehend des Falls angenommen und versucht, die Frau über Apotheken, Ärzte und Krankenhäuser in der Umgebung ausfindig zu machen – ohne Erfolg. Sie stammt offenbar nicht aus der Gegend und hat ihr Baby vermutlich auf der Durchreise zur Welt gebracht und im Wald abgelegt.

Die Gemeinde Stetten am kalten Markt hat sich schließlich um das Baby gekümmert. Es bekam den Namen „Joris“ und wurde dort auf dem Friedhof beigesetzt. (AZ)

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