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Kapazität ausreichend

20.12.2020

Praxisärzte: Übernahme von Impfungen vermutlich im Sommer

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, rechnet damit, dass Arztpraxen ab dem Sommer die Corona-Impfungen übernehmen.
Bild: Tobias Schwarz/AFP Pool/dpa/Archivbild

Zunächst sollen Impfungen in Deutschland in neu errichteten Zentren durchgeführt werden - auch wegen der notwendigen Kühlung des Impfstoffs. Damit in Arztpraxen geimpft werden kann, bedarf es weiterer Zulassungen.

Nach dem geplanten Start in regionalen Impfzentren rechnen die Kassenärzte mit einer Übernahme der Corona-Impfungen in der Fläche einige Monate später.

"Wir gehen derzeit davon aus, dass die Praxen vermutlich im Sommer impfen werden", sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. Der Impfstoff, der jetzt als erstes zur Verfügung stehe, müsse bei minus 70 Grad gelagert werden, was in den Praxen so nicht handhabbar sei. Wenn dann aber ein Impfstoff da sei, der nicht so extrem gekühlt sein müsse, könne es direkt losgehen.

"Die Praxen sind darauf eingestellt, schnell eine große Gruppe an Patienten zu impfen", sagte Gassen. "Das hat auch jüngst bei der Influenza-Impfung geklappt: Innerhalb weniger Wochen haben die Kolleginnen und Kollegen über 20 Millionen Menschen in Deutschland gegen Grippe geimpft." Die Impfkapazität werde nicht das Problem sein. "Die Frage ist eher, wann genügend Impfstoff zur Verfügung stehen wird."

Bund und Länder stellen sich auf den Beginn von Corona-Impfungen am 27. Dezember ein. In den ersten Monaten sollen sie gebündelt über mehr als 400 Impfzentren laufen, die von den Ländern eingerichtet wurden. Hintergrund sind auch Anforderungen an Transport und Lagerung und vorerst begrenzte Impfstoffmengen. An Zentren angedockt werden sollen auch mobile Impfteams, die in Pflegeheime und Kliniken gehen.

© dpa-infocom, dpa:201220-99-759220/3 (dpa)

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