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Private Raumfahrt
15.09.2011

2012: Erste kommerzielle Weltraumflüge

Im US-Bundesstaat New Mexico steht die Startbahn für Privatflüge in den Weltraum. Der britische Milliardär und Virgin-Galactic-Gründer Richard Branson hatte  sie 2010 als "das neue Zuhause des Weltraumflugs" vorgestellt.
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Im US-Bundesstaat New Mexico steht die Startbahn für Privatflüge in den Weltraum. Der britische Milliardär und Virgin-Galactic-Gründer Richard Branson hatte sie 2010 als "das neue Zuhause des Weltraumflugs" vorgestellt.
Foto: dpa

Ab nächstem Jahr können Träume wahr werden: Der britische Milliardär und Unternehmen Richard Branson kündigte die ersten kommerziellen Weltraumflüge für 2012 an.

Wer als Kind Astronaut werden  wollte und heute über die nötigen Mittel verfügt, kann sich seinen Traum vielleicht schon bald erfüllen. Der britische Unternehmer Richard Branson kündigte im US-Fernsehsender CNN am Mittwochabend  an, er hoffe, dass sein Unternehmen Virgin in zwölf  Monaten die ersten kommerziellen Weltraumflüge anbieten könne. "Das könnte der Beginn einer neuen Ära der Raumfahrt sein", sagte der  Milliardär. Das Mutterschiff sei bereits fertiggestellt und die Raketentests würden sehr gut laufen. Bransons Unternehmen "Virgin Galactic" hat schon jetzt 430 Fahrkarten zum Preis von je 200.000  Dollar (rund 146.000 Euro) verkauft.

Traum vom Hotel im Weltraum

Zunächst plant Virgin, Weltraum-Touristen auf suborbitale Flüge  zu schicken, bei denen das Raumschiff nicht in die Umlaufbahn  gelangt. Später könne vielleicht auch in höhere Regionen vorgestoßen werden. Branson hatte bereits seinen Wunsch geäußert, ein Hotel im Weltraum zu bauen. Virgin hofft außerdem, in Zukunft  Satelliten für einen Bruchteil der Kosten losschicken zu können, die Regierungsprogramme verschlingen.

Auch interkontinentale Hochgeschwindigkeitsflüge seien denkbar. "Etwa eine Stunde zwischen Los Angeles und London, das ist nicht komplett ausgeschlossen",  sagte Branson. Er fügte jedoch hinzu, dass es sicher einige Jahre dauern werde, bis sein Unternehmen solche Dienstleistungen anbieten könne.

Mehrere private Unternehmen bemühen sich derzeit, die Lücke zu füllen, die die US-Raumfahrtbehörde NASA mit dem Ende ihres 30-jährigen Shuttle-Programms im Juli hinterlassen hat. Anfang des Jahres hatte die NASA bereits Startkapital in Höhe von knapp 270 Millionen Dollar (rund 197 Millionen Euro) an die Unternehmen  Boeing, SpaceX, Sierra Nevada und Blue Origin verteilt, um ihre Weltraum-Projekte zu fördern. afp

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