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Statistik

22.12.2017

Prognose: Marie und Paul wohl die beliebtesten Baby-Vornamen 2017

Erst im Frühjahr 2018 steht fest, welche Namen wirklich am beliebtesten waren.
Bild: Monika Skolimowska, dpa (Symbol)

Theben und Eleyson schaffen es nicht auf die vorderen Ränge der beliebtesten Namen - die Klassiker wie Emma und Max sind zu stark. Die Nummer Eins des Vorjahrs wird wohl abgelöst.

Schön soll er klingen, der Name. Das ist Eltern laut einer Befragung am wichtigsten, wenn es um den Vornamen des Nachwuchses geht. Außerdem soll der Name dem Kind keinen Nachteil bringen und dieses durch den Namen nicht abgestempelt werden (sorry, Kevin! ).

Marie und Paul schaffen es auf der Liste der beliebtesten Baby-Vornamen 2017 voraussichtlich weit nach vorn. Das hat eine erste Prognose der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ergeben.

An der Hitliste der beliebtesten Vornamen ässt sich ablesen, dass Eltern in ganz Deutschland auch aus diesen Gründen wieder auf altbewährte Klassiker setzen: Laut der GfdS, die seit 1977 jährlich die Liste der beliebtesten Vornamen veröffentlicht, sind Sofie, Max oder Marie erneut weit vorne vertreten. Die endgültige Rangfolge wird allerdings erst im Frühjahr 2018 vorgestellt. Eine Überraschungen scheint es in der Statistik aber zu geben: "Namen mit einem E- im Anlaut sind auf dem Vormarsch: Emilia, Emma, Ella, Elisabeth – sie alle weisen in den Stichproben einen deutlichen Aufwärtstrend auf", teilt die GfdS mit.

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Gibt es 2017 einen neuen Spitzenreiter?

Galten im Jahr 2016 noch Marie und Elias als die schönsten Namen, könnte es für 2017 neue Spitzenreiter geben: Gerade bei den männlichen Namen besinnen sich Eltern verstärkt auf altmodische Varianten: Immer häufiger wird ein Emil, Jakob, Karl, Anton oder Oskar geboren. Und unter den Mädchen heißen wieder mehr Kinder Charlotte. Das zeigt zumindest eine erste Stichprobe der GfdS bei zehn Standesämtern aus ganz Deutschland.

Ein Anruf beim Standesamt in Augsburg zeigt, dass die jungen Eltern hier eher eigene Trends setzen: Zwischen dem 1. Januar und dem 21. Dezember wurden 5704 Neugeborene gemeldet, darunter 58 Annas und 62 Maximilians. Auf Platz zwei und drei landeten jeweils Lena (49) und Emilia (45) sowie David (57) und Jonas (56).

Viele Kinder werden nach ihren Urgroßeltern benannt

Laut der Studie zu den Motiven bei der Vornamenswahl spielen auch oft die Großeltern der Eltern eine Rolle. Blickt man auf die Augsburger Statistik, könnte das die traditionellen, eher altmodischen Namen wie Adelheid, Auguste, Alfred oder Friedrich erklären.

"Die Eltern können ihren Kindern so viele Namen geben wie sie wollen", sagt Julia Raffler vom Standesamt Augsburg. Nur zehn Kinder haben aber einen vierten Namen bekommen, ein einziger sogar einen fünften - Ahmed.

Zu den eher ungewöhnlichen, aber durchaus vergeben Namen gehören laut GfdS in diesem Jahr: Mecky, Lovely, Eleyson, Fade, Libelle, Caridad, Kalash, Theben, Justitia, Zabel. (AZ)

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