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Studie

24.06.2019

R2-D2: Killer-Maschine oder Knuddel-Roboter?

„Star Wars“-Liebling R2-D2. Er kommt für viele dem nahe, was sie sich unter Künstlicher Intelligenz vorstellen. 
Bild: Kirsty O'connor/PA Wire, dpa

Was ist und was kann Künstliche Intelligenz? Das Allensbach-Institut hat untersucht, wer oder was unsere Vorstellungen davon prägt.

Der Spielende-Kinder-Klassiker: Figur A kämpft gegen Figur B. Die Fetzen fliegen, boom, paff, peng. Wer ist der Stärkere? Überhaupt: Wer oder was ist cooler? „PAW Patrol“ oder „Super Wings“ (das sind Kinderserien)? Superman, Batman oder Spiderman?

Was ist Künstliche Intelligenz?

Damit hat sich nun auch das renommierte Institut für Demoskopie Allensbach befasst, also: so ähnlich. In einer Studie, für die 1283 Interviews mit Bundesbürgern ab 16 Jahren geführt wurden, ging es um die Frage: Was ist und was kann Künstliche Intelligenz (KI)? Welche popkulturellen Phänomene und Figuren beeinflussen unser Bild von ihr? Das Ergebnis: Die Vorstellungen über KI sind bei vielen Menschen vor allem durch Serien-Helden und Film-Charaktere geprägt. Knuddel-Roboter R2-D2 aus „Star Wars“ repräsentiere die Vorstellungen der Menschen von KI dabei am ehesten – 20 Prozent der Befragten dachten bei dem Thema an ihn. 17 Prozent dagegen dachten aber an die Killer-Maschine Terminator. Boom, paff, peng: In Teil fünf der „Terminator“-Reihe aus dem Jahr 2015 etwa – „Terminator: Genisys“ – kämpft das letzte Restchen Menschheit mal wieder gegen Mörder-Maschinen wie die hier gezeigte.

Ebenfalls 17 Prozent dachten an Lieutenant Commander Data von „Star Trek“, ein Android mit „positronischem Gehirn“. Der will, immerhin, nicht alles Leben auslöschen, versteht jedoch auch keinen Spaß. Ergebnisse, die auf recht eindrucksvolle Weise zeigen, wie stark Künstliche Intelligenz polarisiert – Ängste vor einer Zukunft, in der die Maschinen die Macht übernehmen, auf der einen; technikbegeisterte Hoffnung auf eine bessere Zukunft dank Maschinen-Hilfe auf der anderen Seite.

R2-D2 ist beliebt

Auf die Frage, welchen Roboter oder welche Maschine sie sich am liebsten als persönlichen Gehilfen wünschen, steht in der Studie nochmals R2-D2 an erster Stelle (15 Prozent). 13 Prozent der Befragten würden den sprechenden (und bisweilen neunmalklugen) Sportwagen K.I.T.T. aus der Serie „Knight Rider“ favorisieren, der schon in den 80ern zusammen mit Michael Knight alias David Hasselhoff für Gerechtigkeit kämpfte. Muss man sich nun Gedanken machen oder gar Sorgen, dass unser Bild von Künstlicher Intelligenz von US-Serien, die mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben, geprägt wird? Eine spannende Frage für die Wissenschaft.

In Auftrag gegeben hat die Studie die Gesellschaft für Informatik, ein Verein mit über 20.000 Mitgliedern, im Rahmen des Projekts „#KI50: Künstliche Intelligenz in Deutschland – gestern, heute, morgen“ zu seinem 50-jährigen Bestehen. Ziel sei, „der Öffentlichkeit die Vielfältigkeit und Breite der Thematik ... zu vermitteln“ sowie „Ängste und Bedenken zu nehmen“. Da bleibt wohl noch einiges zu tun. (mit dpa)

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