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Umfrage

01.07.2020

Rauchen bei jungen Leuten unbeliebt wie nie

Nur 5,6 Prozent der Befragten unter den 12- bis 17-Jährigen geben an, ständig oder gelegentlich zu rauchen.
Bild: Jens Kalaene/zb/dpa

Den Trend gibt es schon seit einiger Zeit: Zigaretten locken immer weniger junge Leute. Entwarnung geben Gesundheitsexperten aber nicht und bauen auf neue Werbeverbote. Sorgen gibt es auch bei Cannabis.

Rauchen ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland nach neuen Daten so unbeliebt wie nie - aber bleibt das so?

Unter den 12- bis 17-Jährigen sagen noch 5,6 Prozent von sich, ständig oder gelegentlich zu rauchen, wie eine in Berlin vorgelegte Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ergab.

Unter den 18- bis 25-Jährigen sind demnach jetzt noch 21,2 Prozent Raucher - ebenfalls ein historischer Tiefstand. Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) sprach von "erfreulichen Zahlen". Weitere Werbeverbote, die der Bundestag an diesem Donnerstag beschließen soll, seien aber wichtig, damit sie so niedrig bleiben.

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Rauchen sei bei jungen Menschen zunehmend uncool, sagte BZgA-Leiterin Heidrun Thaiss. Der Anteil der "Nie-Raucher" stieg nun auf den bisher höchsten Wert: Nach eigenen Angaben noch kein Mal im Leben geraucht haben 85,1 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und 45,9 Prozent der 18- bis 25-Jährigen.

Die Entwicklung bei E-Produkten und Wasserpfeifen sei genau zu beobachten - auch wenn aktuell keine weiteren Anstiege beim Konsum zu sehen seien. Für die Studie wurden den Angaben zufolge 7000 Menschen von 12 bis 25 Jahren zwischen April und Juni 2019 befragt. Die Umfragereihe läuft seit 1973 in regelmäßigen Abständen.

Um vor allem junge Leute vor Risiken zu schützen, will die große Koalition am Donnerstag ein schrittweises Verbot der Plakatwerbung fürs Rauchen durchs Parlament bringen. Wirksam werden soll es ab 2022. Ins Visier kommen auch Elektro-Zigaretten. Auch Kinowerbung und Marketingaktionen sollen beschränkt werden.

Es sei wichtig, dass Deutschland jetzt als letztes europäisches Land ein Außenwerbeverbot beschließe, das auch E-Produkte umfasse, sagte Ludwig. "Werbung wird gemacht, um Konsum anzureizen. Wer das Gegenteil behauptet, lügt." BZgA-Leiterin Thaiss sagte: "Prävention ist immer Schwimmen gegen den Strom." Niedrige Zahlen hießen nicht, dass man sich ausruhen könne.

Sorgen gelten demnach weiterhin einem verbreiteten Alkoholtrinken bis zum Rausch unter jungen Leuten - und Konsum-Anstiegen bei Cannabis. Laut Studie haben dies 10,4 Prozent der 12- bis 17-Jährigen und 46,4 Prozent der 18- bis 25-Jährigen schon einmal ausprobiert. "Cannabis ist die mit Abstand am meisten konsumierte illegale Substanz", sagte Thaiss. Dies sei besonders bedenklich, da der Konsum im Jugendalter mit besonderen Risiken für den wachsenden Organismus verbunden sei. Je häufiger und früher gekifft werde, desto höher seien Risiken für Hirnschäden, Lernschwächen und depressive Phasen, erklärte Ludwig.

Die Drogenbeauftragte warnte davor, mit Debatten über eine Freigabe von Cannabis den Eindruck zu erwecken, man spreche über einen eher harmlosen Stoff. "Nur weil Alkohol gefährlich ist - unbestritten - ist Cannabis kein Brokkoli." Sie habe keine Veranlassung, die Debatte über eine Legalisierung zu vertiefen. "Wir haben zwei Volksdrogen, ich brauche keine dritte", sagte Ludwig mit Blick auf Alkohol und Tabak.

Angesichts der Corona-Krise verwies die CSU-Politikerin auch auf die besonders schwierige Lage von Kindern in Familien mit Suchtproblemen, in denen es meist um Alkohol geht. Hier sei wegen der Schließungen von Schulen und Kitas ein Stück gesellschaftliche Kontrolle abhandengekommen. "Wenn Kinder Eltern in Suchtsituationen erleben müssen, hinterlässt das tiefe Wunden." Neben der Arbeit von Kinderärzten und Jugendämtern komme es auf alle an, bei Problemen nicht wegzuschauen.

© dpa-infocom, dpa:200701-99-631312/4 (dpa)

Pressemitteilung

Übersicht zentrale Umfrage-Ergebnisse

Gesamt-Studie "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2019"

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02.07.2020

Cannabis verursacht keine Hirnschäden! Diese schon öfter wiederholte Aussage aus Frau Ludwigs Ecke ist einfach kompletter Unfug, leider, bzw. GottseiDank nicht! Was aber nicht gleichzusetzen ist, dass es sowas wie Brokkoli sei, liebe Kinder! Dass Cannabis von der "Harmlosigkeit" her betrachtet mit Brokkoli zu vergleichen wäre, hat nie jemand behauptet, woher nimmt diese unsägliche Drogenbeauftragte diesen Unfug? Frau Ludwig, Sie und ihr Lappenstaat, haben schlicht und ergreifend kein Recht dazu, Erwachsenen vorzuschreiben, welche Pflanzen sie rauchen/essen/anbauen dürfen und welche nicht...auch wenn ich hier nichts empfehlen will! Unerträglich, dieses Deutschland, so low...die deutschen Staatsbürger hätten besseres verdient...ist ja eine Beleidigung für den Verstand!
Dass die Jugendlichen weniger Tabak rauchen ist erfreulich, dass sie Alkohol benutzen um einen Rausch zu bekommen ist normal und dass sie (wieder mal) vermehrt Cannabis rauchen liegt einfach daran, dass sie vermutlich nicht immer saufen wollen...die Konsumentenzahlen von Cannabis sind bei den Jugendlichen heute in etwa so hoch, wie sie 2004 schon einmal waren...also vor 16 Jahren...ich denke nicht, dass diese Schwankungen an der tollen Aufklärungspolitik unserer Berufspolitiker liegen, plausibler ist eine reflektiertere Kosten/Nutzen-Abwägung unter Zuhilfenahmne des Internets bei den jungen Menschen...aber was weiß ich schon...die Frau Ludwig macht`s, sendet Signale aus der CSU raus an die Jugend und so weiter und so fort!

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