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Schauspieler

09.11.2017

Regisseur entfernt Kevin-Spacey-Szenen aus "Alles Geld der Welt"

Gegen Kevin Spacey wurden neue Vorwürfe erhoben.
Bild: Paul Buck, dpa

Kevin Spacey sollte in "Alles Geld der Welt" als Ölmilliardär Jean Paul Getty zu sehen sein. Nach den Missbrauchsvorwürfen hat Regisseur Ridley Scott seine Szenen gestrichen.

Sechs Wochen vor dem geplanten US-Kinostart des Films "Alles Geld der Welt" ("All the Money in the World") sollen alle Szenen mit Kevin Spacey (58) herausgeschnitten werden. Grund dafür sind die anhaltenden Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler. 

Wie US-Medien am Mittwoch (Ortszeit) berichten, will Regisseur Ridley Scott (79) Spaceys Rolle des Ölmilliardärs Jean Paul Getty in dem Entführungsdrama mit dem Schauspieler Christopher Plummer (87) nachdrehen.

"Alles Geld der Welt" - nun doch ohne Kevin Spacey

Die Crew und Sony Pictures stünden einstimmig hinter der Entscheidung Scotts, Spacey zu ersetzen. Die Entscheidung gilt als äußerst ungewöhnlich und wird zu erheblichen Extra-Kosten zusätzlich zu den bereits ausgegebenen 40 Millionen Dollar führen, da der Film bereits abgedreht war. Auch die Werbung dafür war bereits im vollem Gang, Interviews mit den Darstellern waren bereits vereinbart gewesen.

Die Dreharbeiten würden sofort beginnen, um den Starttermin am 22. Dezember einhalten zu können. In Deutschland soll der Film kommendes Jahr in die Kinos kommen. Was aus "Billionaire Boys Club", einem anderen fast fertigen Film mit Spacey wird, ist noch unklar.

Heather Unruh spricht in Boston über die angeblichen sexuellen Übergriffe auf ihren Sohn durch Kevin Spacey.
Bild: Bill Sikes, dpa

Gegen den "House of Cards"-Star Kevin Spacey mehren sich die Vorwürfe der sexuellen Belästigung. Netflix schmiss den US-Schauspieler aus der Erfolgsserie. Am Mittwoch berichtete die ehemalige TV-Moderatorin Heather Unruh von einem sexuellen Übergriff Spaceys gegen ihren Sohn.

"Alles Geld der Welt" über ein spektakuläre Entführung

Der Film "Alles Geld der Welt" erzählt die Geschichte der spektakulären Entführung des reichen Erben John Paul Getty III. nach, der sich 1973 fünf Monate in der Hand skrupelloser Entführer befand. Sein Großvater hatte sich zunächst geweigert, das Lösegeld zu bezahlen. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, schnitten die Mafia-Kidnapper Getty sogar das rechte Ohr ab. Weitere Stars des Films sind Michelle Williams und Mark Wahlberg. dpa

Ridley Scott dreht die Spacey-Szenen nach.
Bild: Warren Toda, dpa

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