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16.06.2009

Rom versteigert Grabkapellen im Internet

Stilblüten der Wirtschaftskrise: Die italienische Hauptstadt Rom versteigert jetzt auch Grabplätze und Grabkapellen im Internet.

Wer seine Angehörigen in Italien in ganz besonderer Umgebung bestatten lassen will, wird vielleicht im Internet fündig: Die Stadtverwaltung von Rom startete am Montag mehrere Online-Auktionen von Grabstätten und Mausoleen auf drei Friedhöfen der italienischen Hauptstadt.

Insgesamt 34 Objekte stehen zum Verkauf, das teuerste ist eine zehn Quadratmeter große Grabstätte "im klassischen Stil, aus Backsteinen und mit Ziegeldach" mit Dekorationen aus Travertin und Carrara-Marmor.

Die Grabstätte mit Platz für zehn Verstorbene kostet knapp 313.000 Euro und steht auf dem historischen Friedhof Verano. Die Gräber können über Google Earth oder die Webseite www.amaroma.it angeschaut werden.

Roms Bürgermeister Gianni Alamanno erhofft sich durch die Auktion Einnahmen von rund 2,5 Millionen Euro. Bei den Objekten handelt es sich um leerstehende Gräber und Mausoleen, deren Eigentümer unbekannt sind.

Wer sie erwirbt, hat die Chance, seine Angehörigen in der Nähe italienischer Größen, etwa des Schauspielers Marcello Mastroianni, der Regisseure Luchino Visconti und Roberto Rosselini oder des Schriftstellers Alberto Moravia zu bestatten, die alle auf dem Verano-Friedhof liegen.

Den angebotenen Begräbnisstätten droht der Verfall, wenn sich kein Käufer findet. Der Kaufpreis umfasst eine Konzession für 75 Jahre, die erneuert werden kann. Die Versteigerung läuft bis zum 24. Juli.

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