1. Startseite
  2. Panorama
  3. Rose McGowan schreibt offenen Brief an Asia Argento

#MeToo

28.08.2018

Rose McGowan schreibt offenen Brief an Asia Argento

Rose McGowan an Asia Argento (l): «Tu das Richtige».
Bild: Alessandra Tarantino/AP (dpa)

#MeToo-Aktivistin Asia Argento sieht sich mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Ihre Mitstreiterin Rose McGowan fordert sie jetzt zur Ehrlichkeit auf.

#MeToo-Vorkämpferin Rose McGowan (44) hat ihre Schauspielkollegin Asia Argento (42) in einem offenen Brief aufgefordert, ehrlich mit den Missbrauchsvorwürfen gegen sie umzugehen.

"Asia, du warst meine Freundin. (...) Jeder kann besser sein - ich hoffe, du kannst es auch. Tu das Richtige. Sei ehrlich. Sei fair. Lass Gerechtigkeit ihren Gang gehen", heißt es in dem Schreiben, das unter anderem dem Filmportal "Deadline" vorliegt.

Die "New York Times" hatte vor anderthalb Wochen berichtet, Argento habe den heute 22 Jahre alten Schauspieler Jimmy Bennett in Kalifornien missbraucht, als er 17 und sie 37 Jahre alt war. Sexuelle Handlungen mit Unter-18-Jährigen sind in dem US-Bundesstaat strafbar. Bennett habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, in diesem Frühjahr hätten sie sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Argento hatte den Bericht der Zeitung wenige Tage später deutlich zurückgewiesen. Bennett sprach von einem "Ereignis", das ihm widerfahren sei und einer "Person, die mir Unrecht getan hat" - was genau er Argento vorwirft, ließ er aber offen.

Argento und McGowan sind beide Teil der #MeToo-Bewegung. Beide Frauen werfen dem Ex-Hollywoodmogul Harvey Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben. Ihre persönliche Beziehung zu Argento beeinflusse ihre Sicht auf die aktuelle Situation aber nicht, betonte McGowan, die den Vorwürfen gegen ihre Kollegin laut Statement Glauben schenkt: "Es ist traurig, eine freundschaftliche Verbindung zu verlieren, aber noch trauriger ist, was Jimmy Bennett passiert ist."

Sie hoffe, dass der Fall der #MeToo-Bewegung nicht schade: "Wir können nicht zulassen, dass dieser Moment den Schwung einer Bewegung bricht, die so viele Menschen befreit hat. Wir müssen ihn dazu nutzen, uns zu erlauben, stärker zu werden. Mitfühlender. Aufmerksamer. Und organisierter." (dpa)

McGowans Statement in "Deadline"

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Hart_aber_fair_Frank_Plasberg.jpg
ARD, 12.11.18

Hart aber fair: Die Gäste und das Thema heute

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket