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Russland
08.08.2019

Verstärkung aus der Luft gegen Waldbrände in Sibirien

Eine Fläche von der Größe Nordrhein-Westfalens ist in Sibirien bereits abgebrannt.
Foto: Emergency Situations Ministry Press Service/AP, dpa

Im Kampf gegen die verheerenden Brände in den Wäldern Sibiriens wollen die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten mehr Flugzeuge und Hubschrauber einsetzen. Bis zu 43 weitere Maschinen seien von lokalen Fluggesellschaften geordert worden, teilte die Forstverwaltung am Donnerstag mit. Sie zählte aktuell rund 200 Waldbrände, die auf einer Fläche von rund 180.000 Hektar wüteten. Zu den am meisten betroffenen Regionen gehören Irkutsk und Krasnojarsk.

Umweltschützer: Es könnte Monate dauern, bis sich die Lage normalisiert

Seit Wochen toben in der Taiga, dem für das Weltklima wichtigen Waldgürtel in Sibirien, riesige Feuer. Nach Angaben der Umweltschützer von Greenpeace sind seit Jahresbeginn rund 13,4 Millionen Hektar Wald vernichtet worden. Das sei eine Fläche größer als Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg zusammen. Die Organisation wertete dafür Satellitenbilder aus.

Die Behörden in Russland berichten immer wieder von Erfolgen bei den Löscharbeiten in den mitunter schwer zugänglichen Gebieten. Dörfer und Siedlungen seien nicht direkt von den Flammen bedroht. Viele Menschen leiden aber unter den gefährlichen Rauchschwaden und klagen etwa über Atemnot und Übelkeit. Seit vergangener Woche unterstützt auch das Militär aus der Luft. Umweltschützer gehen davon aus, dass es noch Monate dauern könnte, bis sich die Situation normalisiert. (dpa)

Dichte Rauchschwaden ziehen derzeit über Sibirien und vermischen sich mit Wolken.
Foto: NASA/ZUMA Wire, dpa
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