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Bundeskriminalamt

17.06.2011

Säugling missbraucht: Täter soll durch öffentliche Fahndung gefasst werden

Dieser Mann hat einen Säugling sexuell missbraucht. Das BKA sucht mit Bildern nach ihm.
7 Bilder
Dieser Mann hat einen Säugling sexuell missbraucht. Das BKA sucht mit Bildern nach ihm.
Bild: BKA

Bei der Suche nach dem Mann, der vor laufender Kamera einen Säugling missbraucht hat, setzt das Bundeskriminalamt auf Fotos im Internet. Die Methode führt oft zum Erfolg.

Seit zwei Tagen sucht das BKA mit Bildern nach dem Unbekannten, der ein Baby mehrfach vor laufender Kamera sexuell missbrauchte. Nach dem Fahndungsaufruf in der ZDF-Serie "Aktenzeichen XY... ungelöst" waren rund 70 Hinweise eingegangen, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, Alexander Badle. Unter den Tipps seien auch "einige handfeste und konkrete Hinweise".

Im Zeitalter des Internets haben sich die Chancen der Ermittler deutlich erhöht, viel mehr Menschen mit Fahndungsbildern zu erreichen - und mutmaßliche Täter unter Druck zu setzen.

Prominentestes Beispiel der jüngeren Vergangenheit war der Fall des Kinderschänders Christopher Neil (32), der 2007 in Thailand gefasst wurde, nachdem er auf einem von BKA-Experten konstruierten Bild, das Interpol ins Internet gestellt hatte, erkannt worden war. Der Tipp eines Unbekannten, der Neil erkannte, brachte den Pädophilen hinter Gitter.

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Im Fall des missbrauchten Babys sind die Experten wieder auf Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Die Taten, die der Unbekannte auf Videos festhielt, liegen schon mehrere Jahre zurück. Das missbrauchte Baby war da nur wenige Monate alt, der Täter zwischen 25 und 40 Jahre. Die Taten spielten sich auf einem Wickeltisch und auf dem Fußboden vor einer Badewanne ab.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, die Internetkriminalität deutschlandweit verfolgt, hat eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Sexualverbrechers führen. Die Fahnder schließen nicht aus, dass das Mädchen noch immer missbraucht wird. Täter und Opfer sollen sich nach Hinweisen der Ermittler in Deutschland aufhalten.

Das BKA hat zahlreiche Bilder auf seiner Internetseite veröffentlicht. Hinweise nimmt das Bundeskriminalamt oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. AZ

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