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Familie

09.08.2020

"Sammelbildverhalten": Darauf achten Eltern bei der Nachwuchsplanung

Forscher der University of Michigan sind auf ein Phänomen gestoßen, dass sie "Sammelbildverhalten" nennen.
Bild: Andreas Gebert, dpa (Symbol)

Was beeinflusst Eltern bei der Nachwuchsplanung? Forscher sind auf ein Phänomen gestoßen, dass an Sammelkarten erinnert.

Der Grat zwischen liebenswertem Hobby und der Neigung zur sozialen Auffälligkeit ist bisweilen so schmal wie die Oberschenkel eines russischen Topmodels. Mike Tyson etwa, der Boxer mit dem Gesichtstattoo, züchtet seit Jahren Renntauben. Oder Rod Stewart. Der Musiker soll eine Leidenschaft für Miniatureisenbahnen haben. Über Schauspielerin Angelina Jolie wurde einmal geschrieben, sie sammle die gebrauchten Pflaster ihrer Kinder.

Tief im Menschen schlummert immer noch das Höhlenwesen

Nun liegt gerade das Sammeln offenbar in der Natur des Menschen. Tief in ihm schlummert noch immer das Höhlenwesen, das tagtäglich ums nackte Überleben kämpfen muss. Quer durch alle Altersklassen, in allen Kulturen hortet der Mensch Dinge, um sich an ihnen zu erfreuen. Einem ganz besonderen Phänomen ist nun die Wissenschaft auf der Spur: dem „Sammelbildverhalten“.

Wer jetzt an Fußballbildchen denkt, liegt gar nicht mal so falsch: Es sind tatsächliche oder scheinbare Lücken im Gesamtbild einer Familie, die diesem Verhalten zugrunde liegen. Gemeint sind ganz konkret Familien, die so lange Nachwuchs bekommen, bis sie Kinder beider Geschlechter haben. Familien, die nur Jungen oder nur Mädchen haben, würden seltener, berichtet das Fachblatt Current Biology.

"Sammelbildverhalten": Darauf achten Eltern bei der Nachwuchsplanung

Das "Sammelbildverhalten" ist ein relatives Phänomen

Die beiden Biologen Jianzhi Zhang und Erping Long von der US-amerikanischen University of Michigan haben Daten von mehreren hunderttausenden Freiwilligen ausgewertet. Das Phänomen, so die Forscher, sei noch relativ neu: „Wir glauben, dass das „Sammelbildverhalten“ erst dann beliebt wird, wenn davon ausgegangen wird, dass Töchter und Söhne einen ähnlichen Nutzen für die Familie haben“, sagen Zhang und Long.

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