1. Startseite
  2. Panorama
  3. Schäden nach dem Unwetter: Bahnstrecke noch tagelang gesperrt

Gewitter

08.07.2015

Schäden nach dem Unwetter: Bahnstrecke noch tagelang gesperrt

Wertingen (Fabian Fend).jpg
2 Bilder
Ein Gewitter hat in der Nacht in der Region gewütet. Das Foto entstand in Wertingen. Besonders hart getroffen wurden aber die Kreise Donau-Ries und Dillingen.
Bild: Leserfoto, Fabian Fend

Auf die Hitze der vergangenen Tage folgten in der Nacht Unwetter in der Region. Wegen großer Schäden bleibt eine Bahnstrecke noch einige Tage gesperrt.

Ein heftiges Unwetter hat in Teilen der Region Augsburg in der Nacht starke Schäden angerichtet. In einem Zementwerk in Harburg im Landkreis Donau-Ries riss der starke Wind etwa das halbe Blechdach des Betriebsgebäudes ab.

Wind reißt Dach von Harburger Zementwerk ab

Ein Teil davon fiel unmittelbar neben dem Bauwerk wieder herab und begrub zwei Lkw-Auflieger unter sich. Ein anderer Teil des Dachs stürzte direkt auf die Oberleitung der Bahnstrecke Donauwörth – Nördlingen und ein weiterer Teil landet nach schätzungsweise 60 Metern jenseits der Schienen. Durch die umher fliegenden Teile wurde die Oberleitung der dort verlaufenden drei Gleise beschädigt.

Zugverkehr zwischen Donauwörth und Möttingen ist daher in den kommenden Tagen bis mindestens Freitag nicht möglich. Ein Schienenersatzverkehr soll  eingerichtet werden. Die Polizei schätzt den Schaden an dem Betriebsgebäude auf etwa 100 000 Euro, der an der Bahnanlage dürfte mindestens genauso hoch sein.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In Augsburg bleibt es ruhig, Dillingen stark betroffen

Auch in anderen Landkreisen der Region wütete das Gewitter. Vor allem der Landkreis Dillingen ist betroffen", sagte ein Polizeisprecher des Präsidiums Schwaben-Nord. Hier blockierten zahlreiche umgestürzte Bäume die Fahrbahnen. Auch am Mittwochmorgen ist der Georg-Schmid-Ring in Dillingen noch gesperrt. "Es regnete wie aus Eimern", schreibt eine Facebook-Nutzerin. In mehreren Orten fiel der Strom aus.

Im Allgäu kam es zu mehreren Blitzeinschlägen. Eine freistehende Scheune in Wiedergeltingen im Landkreis Unterallgäu brannte komplett ab, in Buchloe schlug ein Blitz in den Kamin eines Reihenhauses ein und in Bad Wörishofen wurde ein Baum getroffen.

Im Großraum Augsburg wurden keine Schäden gemeldet, es blieb trotz der Unwetterwarnungen relativ ruhig. Das Gewitter dauerte hier nur kurz. Außer Regenschauern und Wetterleuchten sei nichts Schlimmeres passiert, melden mehrere Nutzer auf Facebook.

In Ingolstadt gleich zwei Gewitter

In Ingolstadt wüteten gleich zwei Gewitter. Auch hier wurden Bäume entwurzelt und Gegenstände durch die starken Windböen umgeworfen, Gerüste konnten dem Sturm teilweise nicht standhalten, so das Präsidium Oberbayern-Nord. Schlimmer sah die Situation in Franken aus. Dort brannten mehrere Häuser nach Blitzeinschlägen.

In der Nacht zum Mittwoch zog  laut DWD eine Kaltfront von Westen her über Bayern hinweg. Dabei gab zunächst in Nordbayern, im weiteren Verlauf dann auch in Südbayern Unwetter, die zum Teil sehr schwer waren.

Wertingen (Fabian Fend).jpg
24 Bilder
Leuchtendes Gewitter-Schauspiel über der Region

Mit Höchsttemperaturen von 22 Grad in der Region Augsburg wird es am Mittwoch deutlich kühler als zuletzt. Vormittags ziehen laut DWD Schauer über Südbayern hinweg. In Alpennähe kann örtlich noch ein Gewitter dabei sein und hier regnet es am östlichen Alpenrand. Ansonsten gibt es Quellwolken und zeitweise  scheint die Sonne.

Am Donnerstag wird es dann mit höchstens 19 Grad noch etwas kühler, ehe zum Wochenende hin die Temperaturen wieder steigen. Am Freitag werden bis zu 24 Grad erwartet, und am Samstag könnten die 30 Grad schon wieder geknackt werden. AZ/nos/mwe

Themen Folgen
Lesen Sie dazu auch
Auf diesem Baugrundstück in Berlin wurde die Weltkriegsbombe gefunden. Foto: Paul Zinken
Berliner Fliegerbombe

Weltkriegsbombe in Berlin ist entschärft

ad__web+mobil@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Zugang zu allen Inhalten, mtl. kündbar, 4 Jahre Abopreis-Garantie.
So attraktiv waren Heimatnachrichten noch nie!

Zum Web & Mobil Starterpaket