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Kampf gegen Feuer geht weiter

15.01.2020

Schlechte Luft: Melbourne leidet unter dickem Rauch

In Melbourne an der Südostküste Australiens ist die Luftqualität rekordverdächtig schlecht.
Bild: Ann Johansson/ZUMA Wire/dpa

Wegen der Buschbrände wird auch die Luft in Australiens zweitgrößter Stadt dick: Darunter leiden die Tennisspieler vor den Australian Open. In den Feuergebieten könnte es unterdessen neue Probleme geben.

In den australischen Brandgebieten geht der Kampf gegen die Flammen weiter. In der Küstenstadt Melbourne war heute die Luft durch den Rauch so schlecht, dass sich Spiele der Qualifikationsrunde beim Tennisturnier Australian Open erneut verzögerten.

In der zweitgrößten Stadt des Landes meldeten sich am Morgen mehr als 100 Menschen wegen Atembeschwerden bei der Notfallambulanz. Am Flughafen gab es Verspätungen. Später sollte es etwas kühler werden und regnen. Laut dem Wetteramt würden Gewitter gegen den Rauch in Melbourne helfen, aber sie könnten in den abgebrannten Gebieten auch Erdrutsche auslösen.

Seit Monaten wüten vor allem im Südosten Australiens heftige Buschbrände, nach Angaben der Regierung starben 28 Menschen. Allein im Bundesstaat Victoria, dessen Hauptstadt Melbourne ist, sind noch 1500 Feuerwehrleute im Einsatz.

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Bei den Bergungs- und Löscharbeiten hilft das australische Militär. Umgestürzte und verbrannte Bäume mussten von einer wichtigen Fernstraße geholt werden, dem "Princes Highway" im Südosten des Landes. In Tamboon suchten etwa ein Dutzend Menschen am Strand Schutz vor den Feuern.

Das Militär hatte in den vergangenen zwei Wochen über Luft und Wasser mehr als 1500 Menschen aus dem eingeschlossenen Küstenort Mallacoota geholt. Für Australien ist es nach Angaben der Nachrichtenagentur AAP die größte Rettungsaktion in Friedenszeiten - seit dem Zyklon "Tracy" im Jahr 1974.

Beim Tennisturnier in Melbourne versicherten die Organisatoren, die Luftbedingungen würden laufend kontrolliert. Weitere Entscheidungen würden nach Rücksprache mit Medizinern, Wetterexperten und Umweltschutzbehörden getroffen.

Wegen des Rauchs hatten sich schon am Vortag die ersten Spiele in der Qualifikationsrunde der Australian Open verzögert. Eine Tennisspielerin gab nach einem Hustenanfall auf und wurde von einer Betreuerin vom Platz geführt. Sie war nicht der einzige Tennisprofi, der in Melbourne über Atemprobleme klagte - weshalb sich die Organisatoren heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt sahen. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres soll am 20. Januar beginnen.

In Melbourne erreichte die Luftqualität rekordverdächtig miese Werte: Nach Angaben der zuständigen Gesundheitsbehörde wurden am Dienstag nirgendwo sonst in der Welt schlechtere Luftwerte gemessen. Mittwochmittag (Ortszeit) war die Luftqualität dann immerhin "mäßig". (dpa)

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