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Australien

08.03.2011

Schüler fordert Schadenersatz für schlechte Bildung

Schüler (Symbolfoto)
Bild: dpa

Ein 15 Jahre alter Australier verklagt sein Heimatland. Er fühlt sich betrogen, weil er trotz Besuchs einer staatlichen Schule nicht richtig lesen, rechnen und schreiben kann.

Das Schulamt des Bundesstaates Victoria bestätigte am Dienstag, dass die Klage eingangen sei. Die Anwälte des Jugendlichen führen an, ihr Mandant sei "ernsthaft benachteiligt" und seine Zukunft sei sehr fraglich, weil er keine vernünftige Schulbildung erhalten habe. Weil der Staat ihm eine "Weltklasse-Bildung" versprochen hatte, dieses Versprechen aber nicht einlöste, fordert der 15-Jährige nun eine Entschädigung für den "zukünftigen Verlust an Einkommen".

Statt ordentlich ausgebildet zu werden, sei er an seiner Schule nur schikaniert worden, beim Eintritt in die Oberschule 2008 entsprachen seine Lese- und Schreibkenntnisse denen eines Sechsjährigen, erklärten die Anwälte in der Klageschrift. Dem zufolge leidet der Jugendliche unter einer schweren  Sprachstörung, einem Aufmerksamkeitsdefizit, Angstzuständen und  einer allgemeinen Lernstörung. Für eine Sonderschule sei er aber zu intelligent. afp

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