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Mehlwurm-Burger

15.08.2017

Schweiz: Coop-Supermarktkette verkauft demnächst Insekten-Burger

Ab dem 21. August gibt es in ausgewählten Coop-Supermärkten Burger mit Mehlwürmern.
Bild: Walter Bieri, dpa

In der Schweiz ist der Verkauf von Insekten als Nahrungsmittel im Frühjahr legalisiert worden. Die Supermarkt-Kette Coop will jetzt Burger aus Mehlwürmern anbieten.

Hört sich nicht appetitlich an: der Burger aus Insekten. In Europa ekelt allein der Gedanke schon viele, doch in anderen Teilen der Welt ist es ganz normal, wenn Käfern, Larven oder Heuschrecken auf dem Speiseplan stehen.

Ein Burger mit Mehlwürmern ist von kommender Woche an in mehreren Filialen einer Schweizer Supermarktkette zu haben. Das Unternehmen arbeitet seit der Legalisierung des Insektenverkaufs in der Schweiz im Frühjahr an seiner Produktpalette. Neben dem Burger sollen auch Hackbällchen mit Mehlwürmern ins Regal kommen.

"Gute Proteinquelle": Bald Insekten-Burger in der Schweiz

Die Supermarktkette Coop pries die Kreationen des Anbieters Essento am Montag an: der Burger enthalte neben Mehlwürmern Reis, Karotten, Sellerie und Lauch mit einer Prise Chili, die "Insect Balls" würden mit Kichererbsen, Zwiebeln, Knoblauch und Koriander zubereitet. Insekten hätten hohes kulimarisches Potenzial, seien gesund und nachhaltig, meinte Essento-Mitbegründer Christian Bärtsch.

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Die Welternährungsorganisation FAO preist essbare Insekten seit Jahren als reich an Proteinen und gesunden Fetten an. Sie zu züchten ist auch nicht so klimaschädlich wie etwa die Zucht von Kühen und Schweinen.

Insekten sind in Deutschland nicht als Lebensmittel zugelassen

Insekten sind in einigen europäischen Ländern als Nahrungsmittel zugelassen, darunter Belgien, aber in Deutschland noch nicht, wie das Institut für Lebensmitteltechnik bestätigt. Gerade der Ekel spricht in Deutschland derzeit für viele Menschen gegen Insekten auf dem Teller. Für 83 Prozent ist das ein Grund, lieber keine Insekten zu essen, wie eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab. Für jeden Zehnten ist der Geschmack ein Gegenargument, sieben Prozent halten die Tiere für ungesund und für fast ebenso viele ist es grundsätzlich nicht in Ordnung, Tiere zu essen.

In der Schweiz dürfen seit dem 1. Mai Grillen, Wanderheuschrecken und Mehlwürmer zum Verzehr verkauft werden. dpa

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