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  3. Schweiz: Genf hat jetzt Verkehrsschilder mit Schwangeren und Alten

Schweiz
17.01.2020

Genf hat jetzt Verkehrsschilder mit Schwangeren und Alten

Die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno und Serge Dal Busco, zuständiger Staatsrat für Infrastruktur, stellen neue Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen vor.
Foto: Martial Trezzini, dpa

Mehr Diversität auf Straßenschildern - das hat die Schweizer Stadt Genf jetzt umgesetzt und zeigt nun auch Schwangere, Paare und Alte auf den Schildern.

Nun kann man ja der Schweiz vieles vorhalten – übertriebenen Ehrgeiz in Sachen Emanzipation aber sicher nicht. Bis zum Jahr 1971 brauchten unsere Nachbarn, ehe sie das Frauenwahlrecht auf Bundesebene einführten – einige Kantone brauchten bis 1990 um auch der weiblichen Hälfte der Bevölkerung die Fähigkeit zugestanden, ihre Stimme abzugeben. Erst im Jahr 1988 wurde das Eherecht geändert – bis dahin musste eine Ehefrau, die berufstätig sein wollte, theoretisch zuerst die Erlaubnis des werten Ehegatten einholen. Doch jetzt zeigen die Schweizer, dass sie auch anders können.

Schwangere, Alte, Paare: Genf stellt neue Verkehrsschilder vor

Die Stadt Genf will mit neuen Verkehrsschildern ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. Sechs Variationen für die Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen stellte die Stadt vor. Darauf sind unter anderem Paare, Senioren und (schwangere) Frauen zu sehen. Ein Symbol, selbstverständlich.

16.01.2020, Schweiz, Geneve: Die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno stellt während einer Pressekonferenz sechs Variationen für die Verkehrsschilder an einem Zebrastreifen vor. Mit den Schildern, auf denen unter anderem Paare, Senioren und schwangere Frauen zu sehen sind, will die Stadt ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung setzen. Insgesamt sollen 250 Schilder mit den sechs neuen Variationen aufgehangen werden. Foto: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Martial Trezzini

Aber jede große Reise beginnt mit kleinen Schritten. „Die Idee der Feminisierung bestimmter Verkehrszeichen mag anekdotisch erscheinen“, sagt die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno. Es sei jedoch keine Spielerei. Es gehe vielmehr darum, die Entwicklung der Gesellschaft zu zeigen. Der Austausch von Verkehrsschildern solle das Gefühl fördern, dass der öffentliche Raum allen gehört. Insgesamt werden 250 Schilder mit den sechs neuen Variationen aufgehangen. In Genf läuft derzeit zudem ein Projekt zur Feminisierung von Straßennamen. Noch im vergangenen Jahr, so berichtet watson.ch, trugen 548 Straßen einen Männernamen – und nur 41 den einer Frau.

Lesen Sie dazu auch das Interview: Genderforscherin: "Männlichkeit ist erklärungsbedürftig geworden"

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