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Waldbrand

21.07.2019

Schwere Waldbrände in Portugal: War es Brandstiftung?

Im Zentrum Portugals wüten seit Samstag mehrere schwere Waldbrände. Bereits 2017 waren in der Region verheerende Feuer ausgebrochen.
Bild: Rui Oliveira/Atlantico Press via ZUMA Wire (Archivfoto)

Im Zentrum Portugals nahe Lissabon wüten mehrere Waldbrände. Mehrere Ortschafzen wurden evakuiert. Die Ereignisse erinnern an das Feuer im Jahr 2017.

Die portugiesische Feuerwehr kämpft seit Samstag in der Bergregion Castelo Branco gegen mehrere starke Waldbrände. 1300 Feuerwehrleute mit 400 Fahrzeugen waren am Wochenende im Einsatz gegen das verheerende Feuer. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber sind im Einsatz, starke Winde erschweren die Löscharbeiten jedoch immer wieder.

Waldbrand Portugal: Verdacht auf Brandstiftung wird geprüft

Castelo Branco liegt im Zentrum des Landes, gut 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon. Die Bergregion gilt als schwer zugänglich. Mehrere kleine Ortschaften  sind in der Nacht auf Sonntag vorsorglich evakuiert worden. Sollte sich die Situation verschlimmern, müssten die Bewohner mehrerer Dörfer ihre Häuser verlassen, teilte der Zivilschutz mit. Laut Portugals Innenminister Eduardo Cabrita ist nur das Feuer in Vila de Rei noch aktiv. Dort erstreckt sich das Feuer über 25 Kilometer. Es gab bisher etwa 20 Verletzte.

Der Brand in der Bergregion sei erst zu 60 Prozent eingekesselt, obwohl der Wind abgeflaut sei, sagte der regionale Einsatzleiter Luis Belo Costa. Allein in Vila de Rei waren 800 Feuerwehrleute mit 245 Fahrzeugen sowie 13 Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz.

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Die Ursache für die Waldbrände in der Region werde noch ermittelt. Auch ob es sich um Brandstiftung handele, werde geprüft. In sechs Regionen im Zentrum und im Süden des Landes gilt seit Samstag die höchste Waldbrand-Warnstufe. Acht Feuerwehrleute sollen bei Löscharbeiten verletzt worden sein.

2017 starben in der Region mehr als 100 Menschen bei Waldbränden

In Portugal fühlen sich viele Menschen angesichts dieser Bilder an die verheerenden Waldbrände im Jahr 2017 erinnert. In der Region kamen damals insgesamt mehr als hundert Menschen ums Leben. Die Brände gelten als eine der schlimmsten Feuerkatastrophen in der Geschichte Portugals.

Quercus, die größte Umweltschutzorganisation des Landes, beklagte damals eine Kette von „Irrtümern und Fehlentscheidungen“ in der Forstpolitik der vergangenen Jahre. (AZ)

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