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Check-in am Flughafen

20.07.2010

Selbst ist der moderne Urlauber

Einchecken per Automat am Flughafen - wenn die Technik nicht streikt. Bild: dpa

Der Trend geht immer mehr zum Check-in am PC. Das verhindert jedoch speziell für Urlauber die Warteschlangen nicht. Bei manchen Airlines ist es auch ein kostspieliges Vergnügen.

Bei Linien- und Billigfliegern ist es längst Standard, dieses Jahr haben Online-Sitzplatzreservierung und Web-Check-in auch bei den Ferienfliegern Einzug gehalten.

Bei Condor können die Kunden online einchecken und ihre Bordkarte selbst am PC ausdrucken. Der Service ist frühestens 30 und spätestens zwei Stunden vor Abflug verfügbar. Wer nur mit Handgepäck reist, der kann dann direkt an der Schlange vorbei zum Gate gehen. Das werden aber die wenigsten Urlauber tun, und so sieht man sich in der Praxis an einer neuen Schlange wieder: am sogenannten Drop-off-Schalter, wo dann die Koffer abzugeben sind. Eine Besonderheit bei Condor: Um überhaupt online einchecken zu können, verlangt die Airline eine Sitzplatzreservierung vorab und eine Gebühr. Die kostet zwischen zehn und 15 Euro.

Das ist bei Air Berlin und Tuifly anders. Auch dort kann man gegen Gebühr bis 48 Stunden vor Abflug seinen Wunschsitzplatz reservieren. Wer das nicht will, kann dann trotzdem ab 30 Stunden vor Abflug im Internet einchecken und dort unter den verbliebenen Sitzplätzen wählen.

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Bei Air Berlin gibt's darüber hinaus Reservierung durch SMS aufs Handy und mobiles Einchecken per MMS-Barcode sowie ganz neu auch per iPhone-App. Das Ergebnis: Alle, die wie gewohnt ohne Reservierung am guten alten Check-in-Schalter anstehen, müssen mit den Sitzplätzen vorliebnehmen, die die anderen übrig gelassen haben. Und das sind im Zweifelsfall auch für Familien keine zusammenliegenden.

Ganz abgeschafft haben Billigflieger wie Ryanair die Check-in-Schalter: Dort gibt es tatsächlich nur noch ein Band zur Gepäckabgabe. Alles andere muss übers Internet passiert sein.

Die schöne neue Web-Check-in-Welt funktioniert allerdings nicht überall und gleichmäßig. Der Grund ist stets der gleiche: Die Computersysteme sind noch nicht aufeinander abgestimmt. Richtung USA ist das Selbst-Einchecken ohnehin verboten, Uncle Sam wünscht Gesichtskontakt. srt

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