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Pandemie

19.10.2020

Sieben Tipps, um durch den Corona-Winter zu kommen

Auch im Winter kann man vor die Tür gehen - und sich so im Freien die Zeit mit geringerem Infektionsrisiko vertreiben.
Bild: Jan Woitas, dpa

Die kommenden Monate könnten im Verlauf der Corona-Pandemie die anstrengendsten sein: Die Zahlen steigen, Freizeitmöglichkeiten werden weniger. Wie man den Winter dennoch genießt.

Die warmen Tage sind vorbei - und damit womöglich auch die Zeiten, in denen die Corona-Pandemie unter Kontrolle war. Täglich steigen die Infektionszahlen, Dutzende Landkreise und Städte gelten inzwischen als Risikogebiet. Bund und Länder deuten wieder bereits strengere Maßnahmen an, um die Infektionen einzudämmen. Schon im Frühjahr forderten Mediziner und Politiker Bürger dazu auf, vorsichtiger zu sein und die Risiken zu minimieren.

Viele Regeln und Empfehlungen, die seit Beginn der Pandemie gelten, sind nach wie vor gültig. Doch mit den sinkenden Temperaturen wird es zunehmend schwerer, sie einzuhalten. Viele Treffen verlagern sich in geschlossene Räume, in denen es teils problematisch ist, Abstände einzuhalten und das Infektionsrisiko steigt. Für die nächsten Monate weitgehend auf soziale Kontakte zu verzichten, fällt vielen schwer. Doch man muss den Winter nicht nur zuhause oder alleine verbringen - und wenn, gibt es viele Möglichkeiten, sich die Zeit angenehmer und sicherer zu gestalten.

Tipps für den Corona-Winter

  • Wichtig in geschlossenen Räumen: ständig lüften

Wer nicht ins Homeoffice wechseln kann oder täglich in die Schule muss, kann geschlossene Räumen mit anderen Menschen nicht vermeiden. Entscheidend, um hier das Infektionsrisiko zu verringern: frische Luft. Denn Corona überträgt sich häufig über Aerosole, kleine Partikel, die durch die Luft schweben. Damit diese sich nicht in der Atemluft innerhalb von Räumen ansammeln, ist es wichtig, die Luft zirkulieren zu lassen. Zudem sollte sie nicht zu trocken sein, da Aerosole sich so besser halten können - ein Luftbefeuchter könnte also helfen. Für Schulen empfiehlt das Umweltbundesamt seit langem Lüftungsanlagen - bislang wird diese Empfehlung jedoch kaum umgesetzt. So bleibt auch Schülern und Lehrern oft nichts anderes übrig, als regelmäßig bei offenem Fenster zu frieren. Empfohlen wird, Räume mindestens dreimal am Tag für zehn bis 15 Minuten zu lüften.

  • An die frische Luft gehen

Für alle, denen es zuhause schnell langweilig wird, gibt es im Sommer Dutzende Aktivitäten im Freien. Doch auch im Winter tut frische Luft gut. Zugegeben: Am See oder in der Wiese zu liegen, ist bei Temperaturen um den Gefrierpunkt unangenehm. Die Kniffe für Treffen im Freien, die in den vergangenen Jahren funktioniert haben, gelten nach wie vor: Wer sich bewegt, dick einpackt oder etwas Warmes trinkt, friert nicht so schnell. Auch wenn Weihnachtsmärkte heuer ausfallen sollten, könnte man einen Glühwein auf dem Balkon oder im Garten trinken. Statt in einer Kneipe kann man sich mit Freunden auch zum Spazieren verabreden. Und Kinder könnten statt im Wohnzimmer im Wald oder Garten spielen.

  • Treffen zuhause

Wenn es draußen doch zu ungemütlich wird, sind auch Treffen im Wohnzimmer weiter eine Option - wenn auch mit Einschränkungen. So empfiehlt Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité etwa, ein Kontakttagebuch zu führen, sodass sich Verbindungen leichter nachvollziehen lassen, wenn sich jemand ansteckt. Zudem hält er eine vorbeugende Quarantäne für sinnvoll: Wer etwa an Weihnachten seine Großeltern besuchen möchte, würde sich demnach für mehrere Tage isolieren, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, sich in den Tagen vor dem Besuch anzustecken.

 

Möglich sind die Treffen nach wie vor: Selbst in der Stadt Augsburg, die aktuell als Risikogebiet ausgewiesen ist, dürfen bis zu fünf Personen zusammenkommen - im familiären Umfeld sogar noch mehr. Wer sich zuhause mit Freunden treffen möchte, sollte diese Treffen jedoch reduzieren, um zu verhindern, dass er möglicherweise eine Infektion von einem Freundeskreis auf den anderen überträgt. Zudem vermindert sich bei Treffen drinnen das Risiko, wenn man den Raum regelmäßig lüftet.

  • Es sich zuhause gemütlich machen

Was im Frühling funktioniert hat, kann auch jetzt wieder funktionieren. Konferenzen, Treffen und Kneipenabende lassen sich auch digital veranstalten. Ersetzen können sie echte Treffen zwar nicht, doch ein paar Vorteile bieten die Videochats: Man kann in gemütlichen Klamotten und im Bett sitzen bleiben, der Kühlschrank ist nicht weit und der Heimweg ebenfalls nicht. Leseratten und Serienfans wird das Zuhause-Bleiben ohnehin nicht sonderlich schwer fallen. Mit der Netflix-Serie "Emily in Paris" oder der dritten Staffel von "Babylon Berlin" in der ARD-Mediathek gibt es zudem frischen Stoff für die Unterhaltung zuhause.

  • Experimente wagen

Schon zu Beginn der Pandemie haben viele versucht, die Zeit zuhause produktiv zu nutzen: Sie haben eine neue Sprache gelernt, ausgemistet oder umgebaut. Wer damit noch nicht begonnen hat oder nicht fertig geworden ist, könnte nun einen neuen Versuch unternehmen.

 

  • Nichts verpassen

Viele sind im Sommer in den Urlaub gefahren, einige sogar ins Ausland. Die warmen Monate zu genießen, war auch während der Pandemie möglich. Wenn Reisen und Ausflüge jetzt wieder seltener werden, ist das dennoch für viele schade. Aber: Die Haupturlaubszeit ist nun vorbei. Allen, die im Herbst oder Winter eine große Reise geplant haben, könnten die erneut steigenden Infektionszahlen einen Strich durch die Rechnung machen. Alle anderen haben Grund zur Erleichterung, dass ihre Urlaubspläne im Sommer funktioniert haben - und sie jetzt ohnehin nicht viel verpassen.

  • Regeln einhalten

Dazu, dass auch die zweite Infektionswelle unter Kontrolle bleibt - und so die Freiheiten schneller zurückkehren können - könne nach wie vor jeder einen Beitrag leisten, indem er die allgemeinen Regeln einhält, sagt Dietrich Rothenbacher. Er leitet das Institut für Epidemiologie der Universität Ulm und weist darauf hin, dass die Grundsätze, die seit Beginn der Pandemie gelten, nach wie vor helfen: "Abstand halten, Händewaschen, Maske tragen und Sozialkontake reduzieren", rät er.

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