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Valentinstag

14.02.2018

So halten es Vögel mit der Liebe

Stimmt zum Klagelied an, wenn das Spatzen-Weibchen fremdgeht.
Bild: Paul Zinken, dpa

Wie monogam ist die Vogelwelt? Sind die Spatzen treu oder verdreht der Waldkauz gerne einem Artgenossen den Kopf? Diese Liebesgewohnheiten haben Storch, Spatz und Star.

Na so was, die sind ja fast wie wir: Die große Mehrheit der Vögel, nämlich 90 Prozent, lebt monogam – allerdings nicht ein ganzes Leben lang. Heißt: Das Vögelchen ist dem aktuellen Partner zwar treu, hat aber im Laufe des Lebens mehrere Lebensabschnittsgefährten, teilt der Landesbund für Vogelschutz mit. Die Liebesgewohnheiten des Federvolkes sind also genauso bunt wie die Vogelwelt selbst. Ein paar Liebesgeschichten gefällig – am Valentinstag?

Der Star lebt offen polygam

Gefiederter Musterpartner ist der Waldkauz, der ist lebenslang treu. Der Storch dagegen hält fester zum Nistplatz als zu seinem Partner. Der Weißstorch geht – so die Fachsprache – eine „Ortsehe“ ein. Heißt: Kommt der Weißstorch früher aus dem Winterurlaub zurück, kann es sein, dass er den später kommenden Partner schon ersetzt hat. Der schlimmste Vogel ist die hübsche Blaumeise – eine „Meisterin im Fremdgehen“, sagen die Vogelexperten. Das raffinierte Blaumeisen-Weibchen stiehlt sich in den frühen Morgenstunden aus dem Nest und kehrt zurück, wenn der Partner noch schläft.

Offen polygam lebt der Star. Trotzdem hilft er seinem Weibchen brav bei Brut und Aufzucht. Auch der Zaunkönig, der Schuft, hat manchmal mehr als eine Frau – wenn es die Größe seines Reviers erlaubt. Geht dagegen ein Spatzen-Weibchen fremd, ist das Geschrei beim Männchen groß, sagen die Forscher: „Das Klagelied soll den Rivalen abschrecken und die Liebste zurückholen.“

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