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Gause wird 50

24.04.2015

So organisiert "heute-journal"-Frau Gundula Gause ihr Privatleben

ZDF-Moderatorin Gundula Gause ist das Gesicht der «heute journal»-Nachrichten - und das schon seit 22 Jahren.
Bild: ZDF/Kerstin Bänsch

Gundula Gause wird am 30. April 50 Jahre alt. Die Moderatorin gehört zum "heute-journal" einfach dazu. Wer ist die Frau mit dem blonden Pagenschnitt?

Gundula Gause ist das Gesicht der "heute-journal"-Nachrichten - und das schon seit 22 Jahren. Am 30. April wird die Co-Moderatorin des ZDF-Nachrichtenmagazins 50 Jahre alt. "Das Alter ist für mich kein Thema", sagt sie. "Man tut, was man kann, um fit zu bleiben." Sie ist ein vertrautes Gesicht, präsentiert die Nachrichten mit professioneller Distanz und - wenn das Thema es zulässt - mit zurückhaltendem Lächeln.

Gundula Gause begann ihre Karriere bei ein Privatradio

Gundula Gause wurde 1965 in Berlin geboren. Nach dem Abitur in Mainz studierte sie Französisch an der Sorbonne in Paris und startete Mitte der 1980er Jahre ihren Berufsweg in den Medien - zunächst als Moderatorin und Redakteurin bei einem Privatradio. 1989 stieg sie parallel zum Studium der Politik, Geschichte und Publizistik beim ZDF ein: als Moderatorin und Redakteurin der "heute"-Nachrichten. Von 1992 bis 1998 vertrat sie Maybrit Illner im ZDF-"Morgenmagazin". Sie erinnert sich gern an Interviews zum Beispiel mit Kanzlerin Angela Merkel, mit Schauspieler Peter Fonda - oder an einen Tiger aus dem Russischen Staatszirkus, der den Kopf auf den Moderationstisch legte.

1993 begann Gause beim "heute-journal". Der damalige Moderator Wolf von Lojewski präsentierte seine neue Kollegin mit diesen Worten: "Was gibt's Neues? Zunächst einmal Gundula Gause." Sie sagt, das war der Beginn einer großen Leidenschaft für das Nachrichtengeschäft und das "heute-journal".

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"heute-journal"-Nachrichtensprecherin Gause: "Fühle mich pudelwohl"

Die These, dass die Medien nur Überbringer schlechter Nachrichten seien, teilt sie nicht: "Das gut gelandete Flugzeug ist leider keine Nachricht. Unsere Aufgabe ist es, den Zuschauer über aktuelle weltpolitische Entwicklungen, zu denen leider auch Kriege, Terror und Unglücke gehören, objektiv und verlässlich zu informieren." Es gehe auch darum, die immer komplexer werdende Welt zu erklären und zu versuchen, einen konstruktiven Ansatz in den Nachrichten zu finden. Das macht ihr auch nach 22 Jahren großen Spaß: "Ich fühle mich pudelwohl mit dem, was ich mache, obwohl die Nachrichtenlage einen natürlich häufig bedrücken kann."

Die "heute-journal"-Kollegen sind ihr fast zur Familie geworden. "Ich freue mich, in diesem wunderbaren Team mitarbeiten zu dürfen. Nichts aber ist für die Ewigkeit. Noch einmal 22 Jahre sind eher unwahrscheinlich", sagt Gause schmunzelnd. Eine mögliche Veränderung werde sich eines Tages entwickeln - das werde man sehen.

Parodien auf Gundula Gauses Frisur

Wer so oft auf dem Bildschirm zu sehen ist, wird selbst zum Thema. Die Comedy-Show "Switch Reloaded" von ProSieben brachte mehrfach Parodien von Gause und nahm ihre Frisur aufs Korn. Das sieht Gause mit Schmunzeln. "Grundsätzlich ist es Claus Kleber und mir eine Ehre und wir amüsieren uns wirklich darüber", sagt sie. Eine Nummer ging ihr dann aber doch zu weit. "Die fand ich einfach unterirdisch", sagt Gause. "Da haben sie die Grenze des guten Geschmacks eindeutig überschritten."

Sie war auch mal in der ZDF-Kochsendung "Lafer!Lichter!Lecker!" zu Gast. "Ich kann gar nicht kochen", sagte sie, bewies dann aber das Gegenteil. Und verriet, dass sie Expertin für Nusskuchen mit Schokolade ist.

Gundula Gause ist nicht nur Redakteurin und Moderatorin. Neben Beruf und Familie engagiert sich die verheiratete Mutter zweier Kinder vielfach ehrenamtlich, zum Beispiel für das katholische Hilfswerk missio oder die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau.

Bleibt da noch Zeit für Familie, Freunde und Hobbys? "Na klar, aber auch private Aktivitäten müssen bewusst organisiert werden. Zum Glück akzeptiert meine Familie meine Umtriebigkeit - und unterstützt mich auch." Vor kurzem war sie mit ihrem Sohn Skifahren in Österreich. "Das war einfach toll."  dpa/AZ

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