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Sommeranfang 2016
22.06.2016

Sommeranfang 2016: Tage werden jetzt wieder kürzer

Sommersonnenwende mit Johannisfeuer - hier in Landsberg: Am 21. Juni ist der längste Tag des Jahres 2016 und astronomischer Sommeranfang.
Foto: Archiv

Sommeranfang 2016 und Sommersonnenwende: Am 21. Juni war der längste Tag des Jahres. Jetzt werden die Tage also wieder kürzer.

Sonnenwende bedeutet, dass die Sonne den höchsten Stand über dem Horizont erreicht. Zweimal im Jahr ist das der Fall, einmal im Sommer und einmal im Winter. Die aktuelle Sommersonnenwende war am 21. Juni 2016 exakt um 0.34 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. 

Ganz konkret bedeutet die Sommersonnenwende für uns Menschen, dass auf der nördlichen Erdhalbkugel an keinem Tag des Jahres 2016 die Sonne länger am Himmel steht als an diesem Tag. Das macht die Nacht zur kürzesten des Jahres. Oder anders ausgedrückt: Nach dem 21. Juni 2016 werden die Nächte jetzt wieder länger und die Tage kürzer. Man sollte den Tag also - sofern das Wetter passt - gut ausnutzen.

Am eindrucksvollsten erlebt man die Sommersonnenwende regelmäßig in Skandinavien. Dort, wo die Winter lang und dunkel sind, wird der längste Tag des Jahres 2016 besonders gefeiert. Für die Schweden ist das Mittsommerfest mittlerweile fast wichtiger als Weihnachten.

Sommeranfang 2016 und Sommersonnenwende: Erklärung und Termin

Aber auch bei uns wird die Sonnenwende vielerorts gefeiert - wenngleich sich in diesem Jahr ein Dienstag unter der Woche nicht unbedingt für längere Feiern eignete. Um diesen Tag zu ehren, fanden dennoch vielerorts Veranstaltungen statt, bei denen zum Beispiel sogenannte Johannisfeuer entzündet wurden. Dieser Brauch soll die abnehmende Sonne in den Herbst hinein unterstützen.

Darüber hinaus soll das Feuer Fruchtbarkeit schaffen und die Ernte der Bauern fördern. So weit das Feuer leuchtet, ist die Gegend vor Hagel, Gewitter oder Ungeziefer geschützt - so zumindest der Glaube am Tag der Sommersonnenwende. Mancherorts wird auch eine Flasche Weihwasser in das Feuer geworfen, um die Reinheit sicherzustellen. Das Feuer hat also eine Art Opfercharakter. Außerdem soll das Feuer eine reinigende Funktion haben: Junge Paare sollen Hand in Hand über das Feuer springen, um so eine moralische Reinigung zu erfahren.

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Der Ursprung des Festes mit seinen Johannisfeuern liegt übrigens im Namenstag von Johannes dem Täufer, dem 24. Juni. Der Tag fiel damit in die Zeit der Sommersonnenwende.

Für die Astronomen ist die Sonnenwende am 21. Juni 2016 der astronomische Sommeranfang. Ob sich das Wetter daran halten wird, bleibt abzuwarten. Gegen laue Sommerabende dürfte niemand etwas haben - selbst wenn sie nach der Sommersonnenwende wieder länger werden...  (AZ)

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